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Kemmentaler Schüler erforschen den Läpperschebach

Kemmental – Wer oder was lebt eigentlich in unserem Bach? Diese Frage beantworteten die Schülerinnen und Schüler der Primarschule in Alterswilen an einem Wassererlebnistag von Aqua Viva.

Schüler und Schülerinnen aus Kemmental suchen nach kleinen Tierchen im Läpperschebach. (Bilder: Aqua Viva)

«Schau, das ist unser Wassertierzoo.» Stolz zeigt Ronja, was ihre Gruppe bereits alles im Bach gefunden hat. Da schwimmt schon vieles in ihrer Becherlupe. «Habt ihr herausgefunden, was das Tier mit den drei Schwanzanhängen ist?» fragt die Leiterin. Die Gruppe vergleicht das Tierchen mit den Bildern auf ihrer Bestimmungshilfe. «Eine Eintagsfliegenlarve» sind sie sich einig. Und schon geht die Suche weiter. Mit Gummistiefel wird das Kies am Bachgrund aufgewirbelt und die aufgeschreckten Tierchen in einem Netz gefangen. Freude, Staunen, Faszination und ein bisschen Ekel liegen hier nahe beieinander.

Die Kinder der 3.-6. Klasse der Primarschule in Alterswilen, Kemmental, duften heute Morgen den Bach vor ihrem Schulhaus untersuchen. Viele kannten den Bach bereits gut von eigenen Expeditionen, doch so genau hatten sie noch nie hingesehen. Die kleinen Tiere unter dem Mikroskop anschauen zu können, war etwas ganz Besonderes. Die Exkursion wurde von der Gewässerschutzorganisation Aqua Viva durchgeführt, welche regelmässig Wassererlebnistage mit Kindern und Jugendlichen organisiert.

Nachdem die Tiere wieder in die Freiheit entlassen waren, wurde besprochen, was man alles gefunden hatte. Wie lange lebt eine Eintagsfliege wirklich? Was sagen uns die gefundenen Tiere über die Wasserqualität im Bach? Gemeinsam wurde diskutiert, neues gelernt und die Entdeckungen in einem Forscherbüchlein festgehalten.

Zurück im Klassenzimmer stand eine Reihe von Wasserexperimenten an. Auch hier war genaues Beobachten angesagt. Schwimmt ein Reisnagel auf dem Wasser? Wie viele Münzen passen in ein randvolles Glas? Alles wurde ausprobiert und die Nachwuchsforscher versuchten die Phänomene zu erklären.

Am Ende des Vormittages blieben viele spannende Eindrücke von den überraschenden Eigenschaften von Wasser zurück. Und der Bach, den man zu kennen glaubte, entpuppte sich als einen Lebensraum in welchem es noch sehr viel zu entdecken gibt.

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