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Krähenmann soll’s richten

Kreuzlingen - Die katholische Kirchgemeinde Kreuzlingen-Emmishofen wählt am 22. Mai einen neuen Präsidenten. Die Dialoggruppe schickt Beat Krähenmann ins Rennen. Er war schon einmal Präsident der Gemeinde und soll die Verstrittenen wieder zusammenführen.

Beat Krähenmann: «Ich emfinde Kritik nicht als lästige Störung, sondern als Chance und als Form der engagierten Mitarbeit.» (Bild: zvg)

Nach dem Rücktritt von Thomas Gisler suchen die Kreuzlinger Katholiken einen neuen Präsidenten. Die Dialoggruppe setzt ihre Hoffnungen auf einen Ehemaligen: Beat Krähenmann aus Lengwil, Jahrgang 1959, verheiratet, drei erwachsene Kinder, war von 1996 bis 2010 Kirchenpräsident. Davor war er im Pfarreirat und Mitglied der Kirchenvorsteherschaft.

In ihrem aktuellen Newsletter zählt die Dialoggruppe seine Qualitäten auf: Der Leiter Private Banking der St. Galler Kantonalbank in Wil habe Führungserfahrung im Beruf und in der Kirchgemeinde. Er kenne die Strukturen und Abläufe, vermittle Integrität und Glaubwürdigkeit und geniesse breite Akzeptanz in der Kirchgemeinde. «Mit seiner offenen und vermittelnden Art wird er Ruhe und Vertrauen stiften», schreibt die Dialoggruppe.

Krähenmann selbst sagt, es sei  ihm ein wichtiges Anliegen, die Spaltung, das Misstrauen und die Niedergeschlagenheit, die sich in der Kirchgemeinde ausgebreitet hätten, abzubauen.
Xaver Dahinden von der Dialoggruppe wirbt für Unterstützung am 22. Mai. «Wir sind überzeugt, dass unsere Kirchgemeinde unter seiner Führung zu einer positiven Grundstimmung zurückkehren und Verlorenes wiedergewinnen kann: einerseits ehemals engagierte Mitglieder, die sich distanziert haben, andererseits die Zuversicht, dass wieder Friede, Vertrauen und die Freude an der christlichen Gemeinschaft einkehren», so Dahinden. Eine überzeugende Wahl könne den Start in eine positive Zukunft der Kirchgemeinde bedeuten. Das Ziel der Dialoggruppe bleibe eine christliche Gemeinschaft, die souverän und transparent geführt wird, die nicht abgrenzt und ausschliesst, die einladend und weitherzig ist und alle in ihrer Lebensgestaltung respektiert und mitträgt.

Hintergrund der Wahl ist ein langwährender Konflikt um die erzkonservative Führung der Pfarrei St. Ulrich, mit der liberalere Christen der Gemeinde nicht einverstanden sind (wir berichteten mehrfach).

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