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Barrage rückt näher

Handball - Der HSC Kreuzlingen und der BSV Stans bleiben im Gleichschritt. Nach dem 21:21 im Direktduell muss der letzte Spieltag entscheiden, wer in die Barrage muss.

Am letzten Spieltag hat Stans allerdings die deutlich einfachere Aufgabe zu bewältigen. Die Innerschweizerinnen empfangen am Freitag den bereits als Absteiger feststehenden ATV/KV Basel. Mit einem Sieg würde Stans die Aufgabe des HSC Kreuzlingen am Tag darauf bei Leader Yellow Winterthur quasi zu einer «mission impossible» machen, da es schon jetzt über ein um zwölf Treffer besseres Torverhältnis verfügt. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Aufsteiger vom Bodensee in die Barrage gegen den NLB-Zweiten HV Herzogenbuchsee gehen muss, ist demnach ziemlich gross.

Viertore-Führung preisgegeben
Die heimstarken Kreuzlingerinnen hätten nach der überraschenden Niederlage am Sonntag in Basel die Partie gegen das punktgleiche Stans unbedingt gewinnen müssen, um dem direkten Ligaerhalt einen Schritt näher zu kommen. In der ersten Halbzeit sah es vorerst auch danach aus, als ob sich die Thurgauerinnen für den enttäuschenden Auftritt am Rheinknie rehabilitieren könnten. Zweimal distanzierten sie Stans um vier Treffer. Aber nach dem 9:5 in der 22. Minute passte offensiv fast wie aus heiterem Himmel kaum mehr etwas zusammen. Mehrere Ballverluste seitens des HSCK ermöglichten Stans eine erfolgreiche Aufholjagd und schliesslich sogar eine 11:10-Pausenführung.

Niederlage abgewendet
Die zweite Halbzeit begann aus Kreuzlinger Sicht so, wie die erste aufgehört hatte. Schlecht. Stans legte sofort auf 15:12 vor und sah bis zehn Minuten vor Schluss als der potenzielle Sieger aus. Trotz eines verschossenen Penaltys der neunfachen Torschützin Pashke Marku beim Stand von 14:17 liessen sich die Thurgauerinnen nicht so einfach auf die Verliererstrasse drängen. Weil nun auch die Innerschweizerinnen Nerven zeigten, gelang dem kämpferischen HSCK dank drei Treffern in Serie von Selina Weidmann der Gleichstand. In der packenden Schlussphase legten die Gäste dann jeweils vor und Kreuzlingen glich meist innerhalb von 30 Sekunden wieder aus. Der letzte Treffer der Partie gelang der HSCK-Topscorerin Martina Strmsek mittels Penalty gut eineinhalb Minuten vor dem Abpfiff. Beide Teams besassen noch eine gute Abschlussgelegenheit, aber weder Samira Schardt knapp 20 Sekunden vor Schluss noch Anina Veit für Kreuzlingen zwei Sekunden vor der Sirene gelang der mögliche Siegestreffer.

Auf Schützenhilfe angewiesen
So mussten sich die beiden Teams mit je einem Punkt begnügen, der den Stanserinnen allerdings mehr hilft als dem HSC Kreuzlingen. Die Thurgauerinnen müssen nun auf die Schützenhilfe von Absteiger Basel hoffen und dann, falls Stans tatsächlich Nerven zeigen sollte und am Freitag nicht gewinnt, einen Tag später die Herkulesaufgabe beim souveränen Leader Yellow Winterthur lösen. Setzt sich Stans allerdings gegen Basel wie erwartet durch, ist der Gang der Kreuzlingerinnen in die Auf-/Abstiegsbarrage gegen den NLB-Zweiten HV Herzogenbuchsee realistischerweise nicht mehr zu verhindern. Die Barrage wird in einem Hin- und Rückspiel nach der Europacup-Formel ausgetragen.

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