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Keine Raiffeisenbank mehr in Lengwil!

Leserbrief – Leider soll schon bald Schluss sein mit dem Leitspruch «Die Raiffeisenbank, die Bank im Dorf». (Markus Raimann, Oberhofen)

(Bild: archiv)

Viele Kunden/Mitglieder müssen mit Bestürzung feststellen, dass ein eigentlicher Kahlschlag bei den Geschäftsstellen heimlich geplant worden ist. Die Art wie der Verwaltungsrat vorgegangen ist (Neubau in Altnau ohne Erwähnung der wahren Absichten dahinter, ohne Gespräche im Voraus mit den Mitgliedern erstaunt und enttäuscht sehr. Eine frühzeitige Information der Genossenschafter (gemäss Homepage: Miteigentümer, die über die Geschäftspolitik abstimmen dürfen) wäre angebracht und fair gewesen, auch wenn gemäss Statuten alles rechtlich korrekt abgelaufen ist. Denn der Verwaltungsrat ist zuständig für die Aufhebung von Geschäftsstellen.

Anpassungen sind nötig
Die meisten Kunden sehen ein, dass die rückläufigen Schalterbesuche und die Digitalisierung zu deutlichen Änderungen führen müssen. Doch hätten sich viele eine kundenfreundlichere Lösung gewünscht. In einem Gespräch vor einigen Tagen betonten Herr Fattorelli und Herr Brunner, dass die Frequenzen an den Schaltern der meisten Geschäftsstellen sehr gering und die Kosten für das Betreiben der zu schliessenden Banken zu hoch seien. Zudem sei eine Konzentration der Mitarbeitenden in Altnau aus betrieblichen Gründen wesentlich einfacher und effizienter. In Zukunft sei deutlich mehr Personal im Backoffice nötig, so dass ein Abbau bei den Mitarbeitenden nicht geplant sei. Nicht einmal das Beibehalten der bestehenden Bankomaten wird garantiert. Sogar sie seien ein Kostentreiber und müssten zum Teil an einem neuen Standort platziert werden.

Trotz Schliessung gute Betreuung?
Für die betroffenen Dörfer ist die Schliessung einer Filiale ein Nachteil bezüglich Infrastruktur. Zudem darf die Bank gemäss Kantonaler Steuerverwaltung keine Steuern mehr an die Gemeinden ohne Geschäftsstelle zahlen, was der Wunsch des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung gewesen wäre. Die beiden betonten, dass die Angestellten der Raiffeisenbank in Zukunft für viele Dienstleistungen zu den Kunden nach Hause kommen würden, was andere Banken weniger anbieten könnten. Die Betreuung sei trotz Schliessung von Geschäftsstellen wesentlich persönlicher als bei Grossbanken. Aufgrund der zahlreichen Rückmeldungen sind trotzdem viele Kunden enttäuscht und überlegen sich vielleicht gelegentlich eine andere Bank-Lösungen, was der Verwaltungsrat allein mit einer besseren Informationspolitik hätte verhindern können.

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