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Den eigenen Style finden

Münsterlingen – «Beyond the Limits of HipHop Culture» findet am Mittwoch, 14. Juni, 19.30 Uhr, in der Psychiatrie Münsterlingen statt. Mirjam Bührer, Leiterin des Tanzzentrums Kreuzlingen, spricht vorab mit uns im Interview über die Eigenarten des HipHops.

Mirjam Bührer, Leiterin des Tanzzentrums Kreuzlingen. (Bild:ek)

KreuzlingerZeitung: HipHop-Kultur ist ein weiter Begriff. Was erwartet Besucher am 14. Juni?
Mirjam Bührer: Zuerst zeigt unsere Breakdance Truppe aus dem Tanzzentrum ihre Moves. Danach tritt Sandro Minasi mit seiner Show auf. Zuerst mit einer Partnerin, danach mit fünf Tänzern und einem Musiker.

Sind Sie auch schon mit HipHop in Berührung gekommen?
Bührer: Ja, in einer Showgruppe der Uni Bern. Nachdem ich jahrelang Ballett getanzt hatte, half mir HipHop wieder eine gewisse Lockerheit in meinen Tanz zu bringen.

Wie unterscheidet sich HipHop vom klassischen Tanz?
Im Ballett geht es oft darum, sich gewisse Bewegungen abzugewöhnen, ein Soll-Bild zu erfüllen und nicht aus der Reihe zu tanzen. HipHop ist da viel explosiver, man versucht seinen eigenen Stil zu finden und möglichst cool dabei zu wirken. Man fordert sich auch gegenseitig heraus, und motiviert sich so zu Höchstleistungen.

HipHop ist auf der Strasse entstanden. Kann das auf der Bühne überhaupt authentisch sein?
Die ersten Breakdancer hätten wohl auch lieber in einer Turnhalle geübt, als auf hartem Asphalt. Nur gab es damals keinen Platz für diese Kunstform. Man kann sich aber schon fragen, ob durch die institutionalisierung solcher Kunstformen nicht etwas verloren geht. Tänzer wie Sandro Minasi sind in der Szene grossgeworden und haben sich in «Battles» einen Namen gemacht. Sie leben diese Kultur und haben sie verinnerlicht.

Gibt es bald Battles in der Region?
Je nach Zuspruch der Veranstaltung denken wir über eine Wiederholung nach. Allfällige Wettbewerbe müssten aber schon aus der Szene selbst heraus entstehen.

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