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Ein Herzensort entsteht

Lengwil – Am Dienstag, 6. Juni, war es soweit: Der Spatenstich für das neue Schulhaus am Ekkharthof konnte unter Glockengeläut und Segenssprüchen vollzogen werden. Der Beginn der grössten Baumassnahme der Institution seit 40 Jahren.

Der Spatenstich am Ekkharthof. (Bild: zvg)

Ein freudiges Ereignis, das in Lengwil feierlich zelebriert wurde: der Spatenstich zum neuen Schulgebäude. Mit Glockengeläut und einem Klangkonzert wurden die zahlreichen Besucher und Bewohner des Ekkharthofes in Empfang genommen. Walter Hugentobler, Präsident des Verwaltungsrates begann seine Ansprache mit der Abwandlung der berühmten Worte: «Es ist ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein grosser Schritt für den Ekkharthof.» Gemeint ist das 24 Millionen Franken umfassende Bauprojekt, das die Institution künftig um ein Schulhaus, eine Mensa sowie eine Turnhalle erweitern wird. Bei der Beschreibung der Erneuerungen brach unter den Bewohnern schon vereinzelt Jubel aus. «Au ja, eine Turnhalle!» Spürbar war also an diesem Tag für alle, wie gross die Freude über die Veränderung ist. Seelenpflegebedürftige Kinder und Jugendliche erhalten am Ekkharthof die Möglichkeit eine heilpädagogische Sonderschule und eine berufliche Ausbildung zu absolvieren. Für Erwachsene werden darüber hinaus Arbeitsplätze gestellt. Ein Ort der Heilung – das ist was hier besteht und weiter ausgebaut wird.

Ein Modell des geplanten Schulhauses. (Bild: zvg)

Die Visualisierungen und Pläne des Architekturbüros Lukas Imhof aus Zürich versprechen eine Umsetzung, die der Philosophie der Einrichtung gerecht wird: lichtdurchflutete Räume, natürliche Farbenspiele, runde Formsprachen. Jürg Bregenzer, Vorsitzender der Institutionsleitung, macht dies in seiner Rede deutlich. Er vergleicht den Gebäudekomplex mit der Konstitution eines Menschen. Es bedarf sowohl den Kopf zum Denken und Planen, Hände und Füsse zum Handeln, als auch das Herz, das alles durchströmt, in dem was ist und werden wird. Ein Ort der Liebe und des Friedens soll entstehen – ein Herzensort. Bevor die Spaten mit viel Schwung in die Erde gestossen wurden, betonte Bregenzer : «Die Wunde an der Natur soll durch das Heilsame, das entsteht, gerechtfertigt werden.»

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