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Ehemaliges Migros-Gebäude verkauft

Kreuzlingen – Das alte Migros-Gebäude direkt hinter dem Emmishofer Zoll hat seit Anfang des Monats einen neuen Besitzer.

An der Konstanzerstrasse 7 und 9 gab es einen Besitzerwechsel. (Bild: sb)

An der Konstanzerstrasse tut sich was. Das Wohn- und Geschäftshaus mit den Hausnummern 7 und 9 und die grossen Parkplätze, die sich dahinter bis über die Dufourstrasse hinweg anschliessen, gehören neu der GPL Immobilien AG mit Sitz in Lengwil. Bislang wurden die Liegenschaften durch die Zürcher Wohnplus AG betreut. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte den Verkauf gegenüber unserer Zeitung. Die Mieter wurden bereits informiert.

Seit dem Wegzug der Migros 2009 standen die Geschäftsräume – mit kurzem Intermezzo durch eine Konstanzer Möbelfirma – leer. Die Übersiedelung ins Einkaufszentrum Ceha  wurde damals von vielen Kreuzlingern bedauert. Der Lebensmitteleinkauf  zog immer viele Kunden in die Konstanzerstrasse. Davon hatten auch andere Geschäfte und Gastronomen profitiert. Die Konstanzerstrasse ist wurde über die Jahre zu einem Kreuzlinger Sorgenkind. Noch ist nicht bekannt, welche Konsequenzen der Verkauf für die aktuellen Mieter des Wohngebäudes haben wird. Man hört, dass die Geschäftsräume im Parterre renoviert werden sollen. Sogar ein Neubau sei in Planung, liessen Insider verlauten, und verweisen auf eine Pressekonferenz, welche die neuen Besitzer momentan planen.

Hinter der GPL Immobilien AG steht Kurt Spring. Er ist der Sohn des Firmengründers der Microdiamant AG, eines der führenden Unternehmen Europas in Sachen kleinste Industriediamanten, mit Sitz in Lengwil. Spring baute es in den 25 Jahren seiner Führung zu einem international tätigen Unternehmen mit Millionenumsätzen aus und übergab es dann seinen Söhnen.

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One thought on “Ehemaliges Migros-Gebäude verkauft

  1. Bruno Neidhart

    Der Abgang der Migros (mit Restaurant/Café!) von der grenznahen unteren Konstanzerstrasse war ein negativer Schritt für das differenzierte Gewerbe dieses vielleicht spannendsten Kreuzlinger Stadtgebiets! So wurden auch Chancen minimiert, den offenen Grenzverkehr nach beiden Seiten (!) weiter erfolgreich zu zelebrieren. Vielleicht kann nun tatsächlich eine gewisse Renaissance eingeleitet werden. Das „Frankenschicksal“ ist nur ein Teil – wenn auch ein gewichtiger – der gegenwärtigen, beklagten Misere im Grenzverkehr. Andererseits hat sich Kreuzlingen in den letzten Jahren eben nur am See grenzüberschreitend attraktiv geöffnet. Von den beiden innerstädtischen Grenzübergängen ist dagegen eher ein Rückzug zu vermelden. Und ein direkter Zugang vom belebten Seeufer her in das Herz der Stadt, der Hauptstrasse, existiert erst auf dem Papier als Fussgänger- und Radbrücke über die Bahngeleise hinweg…..

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