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Kreuzlingen vorzeitig im Halbfinal

Wasserball – Zwei der drei letzten Partien der Qualifikationsrunde schloss der SC Kreuzlingen an diesem Wochenende im Freibad Hörnli ab. Beide Male konnte Kreuzlingen einen Sieg einfahren. Der zweite Tabellenplatz ist schon jetzt gesichert.

(Archivbild: Mario Gaccioli)

Kreuzlingens Platzierung in der Tabelle stand vor diesem Wochenende mit dem zweiten Rang beinahe fest. Nur eine unrealistische Chance bestand, dass Horgen noch vorbeiziehen könnte, aber mit dem deutlich schwächeren SV Basel am Freitag hatte der SCK es selbst in der Hand, die direkte Halbfinalqualifikation frühzeitig klarzumachen. Die gute Kreuzlinger Ausgangssituation kam gelegen, denn Coach Redder musste am Wochenende auf einen reduzierten Kader zurückgreifen. Mit einer Leistenzerrung gesellte sich Kapitän Marc Herzog zum seit Wochen verletzten Goalie Henzi, Albers fehlte krankheitsbedingt, Routinier Buob befand sich im Urlaub. Zusätzlich betreute Joel Herzog das Kreuzlinger U17-Team beim Finalturnier in Lugano, zu dem auch die 16-jährigen Milovanovic-Zwillinge reisten.

Kantersieg gegen Basel
Wie zu erwarten hatte der Letzte aus Basel keine Chance sich gegen die favorisierten Ostschweizer durchzusetzen. Mit viel Bewegung sowie einigen Kontern setzten die Gastgeber den Gegner unter Druck. Vier Strafen musste Basel bereits im ersten Viertel hinnehmen und auch in der Abwehrarbeit um Ersatzgoalie Yannic Dudler spielten die Kreuzlinger gut auf. So stand es nach den ersten acht Minuten 7:2 für Kreuzlingen. Durch das hohe Tempo der Thurgauer verlor Basel früh an Kraft, weshalb sich die anderen Viertel nicht viel unterschieden und Redder viel rotieren konnte. Somit gewann der SCK ungefährdet mit 32:9. Gleichzeitig verlor Horgen durch ein 4:18 deutlich gegen Lugano, wodurch der direkte Halbfinaleinzug der Kreuzlinger endgültig beschlossene Sache war.

Bequem gegen Genève
Das darauffolgende Match gegen Genève war nur noch eine Formalie. Mit den Gedanken schon in den Playoffs, spielten die Kreuzlinger merklich unbekümmerter. Die Romands eröffneten den Score und hielten die Partie in den ersten Minuten offen. Erst nach dem 3:3 konnte sich Kreuzlingen auf 8:4 absetzen. Im zweiten Viertel konnte Genève es jedoch wieder offener gestalten, denn in der Defensive machte sich beim SCK Unkonzentration breit. Just stand es zur Halbzeitpause nur noch 10:8 für den Lokalmatador. Im Anschluss folgte indes wieder ein starkes Viertel, was zu einem 16:9-Vorsprung führte. Die letzten acht Minuten gestalteten sich wieder ausgeglichener. Mit einem 3:3 kam es zum Endresultat von 19:12. Trotz der unbeständigen Spielweise bleibt anzumerken, dass sich Kreuzlingen in Überzahl als äusserst effektiv erwies. Aus 13 solcher Situationen wurden elf Tore erzielt.

Fokus auf das Halbfinal
Die Kreuzlinger Wasserballer haben das geschafft, was seit zwei Saisons nicht mehr gelang: den direkten Halbfinaleinzug. Die Best-of-Five-Serie im Halbfinal findet erst in knapp drei Wochen statt. Nun besteht genügend Regenerationszeit, damit sich Henzi und Kapitän Herzog auskurieren können. Besonders Henzis Absenz war bisher ein Problem, da die Unerfahrenheit der Ersatztorhüter nicht selten von den Konkurrenten ausgenutzt wurde. Gleichwohl ist die Vorrunde noch nicht beendet. Nächsten Samstag kommt der SC Horgen ins Hörnli zur letzten Begegnung vor den Playoffs. Der Rekordmeister muss durch das Viertelfinal, wird aber wahrscheinlich Gegner des SCK im Halbfinal sein. Redder kann deshalb diese belanglose Partie nutzen, um sich auf den Rivalen im wichtigen Halbfinal einzustellen.

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