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Wasserentnahmeverbot könnte kommen

Thurgau – Gemäss aktuellem Lagebericht ist das Trockenheitsrisiko für den Kanton Thurgau je nach Region erheblich bis gross. Aufgrund dieser Beurteilung schliesst der Fachstab Trockenheit ein Wasserentnahmeverbot für alle Oberflächengewässer im Kanton in den kommenden Wochen nicht aus.

Auch Privathaushalte sollten sparsam mit dem Wasser umgehen. (Bild: archiv)

Im Lauf der letzten Tage und Wochen wurde im Kanton Thurgau lediglich geringer Niederschlag gemessen. Dadurch hat sich das Niederschlagsdefizit weiter verschärft. Die Pegelstände sind bereits tief und weiter am Sinken. Die für diese Woche prognostizierten Niederschläge können die Pegelstände lediglich auf sehr niedrigem Niveau stabilisieren. Der für eine Verbesserung der Abflussverhältnisse notwendige, mehrtägige Landregen ist gemäss Prognosen weiterhin nicht zu erwarten.

Aufgrund dieser Daten wird das Trockenheitsrisiko aktuell für den Westen und den Osten des Thurgaus als erheblich sowie für das Murgeinzugsgebiet als gross eingestuft. Noch erachtet es der Fachstab Trockenheit allerdings als verfrüht, ein Wasserentnahmeverbot für alle Oberflächengewässer anzuordnen. Ohne markante Niederschläge in den kommenden Tagen scheint diese Massnahme jedoch unumgänglich. In dieser Situation rät der Fachstab der Landwirtschaft, Bewässerungswasser aus den grossen Gewässern zu entnehmen und Kleingewässer zu schonen. Bei Bedarf soll ausserdem auf Grund- oder Trinkwasser ausgewichen werden, falls die Wasserversorgungen über ausreichende Kapazitäten verfügen. Privaten wird ebenfalls geraten, sparsam mit Wasser umzugehen. So sollen derzeit nicht unnötigerweise Pools mit Wasser gefüllt, Autos gewaschen oder Rasen und Gärten bewässert werden.

Die Waldbrandgefahr wird derzeit noch als mässig (Stufe zwei von fünf) eingestuft. Auch diesbezüglich macht sich der Fachstab Trockenheit Überlegungen, die Einstufung auf erheblich zu erhöhen. Das hätte noch kein Feuerverbot zur Folge. Schliesslich macht der Fachstab auch auf die Gesundheitsrisiken aufmerksam, die mit der Hitze verbunden sind. So empfiehlt er, genügend zu trinken, während der heissesten Tageszeit körperliche Anstrengungen zu beschränken, den Körper regelmässig abzukühlen und vor allem kalte, erfrischende Speisen zu essen.

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