/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Au revoir Madame Rosenegg!

Kreuzlingen – Am Sonntag, 2. Juli, gab es im Museum Rosenegg neben der Ausstellungseröffnung «Kinderwelten» einen feierlichen Anlass: die Verabschiedung von Heidi und Ernst Hofstetter, die das Museum in den vergangenen zehn Jahren liebevoll und unermüdlich geleitet haben.

Heidi Hofstetter blickt auf eine lange Zeit im Rosenegg zurück. (Bild: vf)

Die Fassade des Museums Rosenegg ist in ein Baugerüst gehüllt. Es wird deutlich: eine neue Ära bricht an. Mit der Annahme des Museumskonzeptes im vergangenen Jahr, wurde die Leitung des Roseneggs als Festanstellung ausgeschrieben. Damit war das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement des Ehepaars Hofstetter besiegelt. Heidi Hofstetter kam bereits vor fünfzig Jahren als Lehrerin in das altehrwürdige Haus. Das Rosenegg sei ihr Schicksal gewesen, so erzählt Hofstetter, die vom damaligen Schulpräsidenten Peter Perini in das Schulhaus geschickt worden war. Nach ihrer Pensionierung ist sie als Leiterin des Museums geblieben und hat eine Vielzahl von Ausstellungen geleitet und betreut. «Im Schuldienst war ich eineinhalb Tage krank. Im Museum keinen», sagte Hofstetter. Nun aber sieht sie den richtigen Zeitpunkt gekommen, um sich zurückzuziehen, so die abdankende Leiterin. Mit zwei weinenden Augen blicke sie zurück, es war spürbar, dass es keine leichte Entscheidung ist, die jahrelange Arbeit und einen Ort, der Heimat geworden ist, zurück zu lassen.

Stiftungspräsident Thomas Fischer dankte den Hofstetters für ihr unermüdliches Engagement und die vielzähligen Ausstellungen. «Durch die Arbeit von Heidi und Ernst Hofstetter ist das Rosenegg das geworden, was es heute ist», so der Stiftungspräsident. Auch Vizestadtpräsidentin Dorena Raggenbass blickt voller Dankbarkeit auf die vergangene Zusammenarbeit zurück, die immer bestens verlief. «In unserem Department für Kultur hiess Frau Hofstetter nur Madame Rosenegg», so Raggenbass. Sie überreichte einen Rosenbaum mit einer apricotfarbenen Blüte. Diesem darf nun die Sorge und Pflege anheim kommen, die dem Museum Rosenegg zu solch prächtiger Blüte verholfen hat.

Als Nachfolgerin wurde Dr. Yvonne Istas gefunden, die mit der Eröffnung der Ausstellung «Kinderwelten» ihren zweiten Arbeitstag einläutete. Die Kunsthistorikerin freut sich sehr auf die bevorstehenden Aufgaben im Rosenegg, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen sowie zahlreiche Besucher. Die Ausstellung «Kinderwelten – Kinder in der Kunst» zeigt Gemälde und Skulpturen regionaler Künstler und ist noch bis zum 17. September zu sehen. Zweimal im Monat bietet Dr. Istas eine Führung und damit eine schöne Gelegenheit an, um die neue Leiterin kennenzulernen.

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