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Kreuzlingen kurz vor dem Aus

Wasserball – Zur dritten Halbfinalpartie versuchte der SC Kreuzlingen vor heimischem Publikum die Führung zum 2:1 gegen den SC Horgen zu übernehmen. Während dieses Unternehmen nicht gelang, qualifizierte sich Lugano NPS mit 3:0 gegen Schaffhausen bereits für die Finalrunde.

Ein Sieg muss her, sonst scheidet der SCK aus den Play-Offs aus. (Bild: archiv)

Anders als die Qualifikationsrunde ist diese Halbfinal-Serie zwischen dem SCK und Horgen ein Krimi. In den letzten Monaten verloren die Thurgauer gegen Horgen kein einziges Mal. In der laufenden Vorschlussrunde mussten sie dann ausgerechnet im eigenen Hörnli die erste Niederlage gegen den Rekordmeister einstecken, um nur zwei Tage später den Ausgleich in Horgen zu erzielen. Nun hätte man gestern im Hörnli die 2:1-Führung übernehmen können, doch die Ostschweizer patzten einmal mehr.

Wieder ein Shootout
Wie schon am letzten Donnerstag schenkten sich beide Teams nichts, allerdings fiel wieder Henzi aus, dessen Verletzung sich wieder verschlimmerte. Dieser wurde abermals von Yannic Dudler bestens vertreten. Kreuzlingen konnte zwar mit 2:0 durch Acosta in Führung gehen, gleichwohl schafften die Gäste nach dem 2:1 im ersten Viertel kurz danach den Ausgleich zum 2:2. Ab diesem Moment wechselte die Führung ständig und keine Mannschaft konnte sich mit mehr als einem Tor absetzen. Der Schlagabtausch war besonders von vielen Stürmerfouls sowie insgesamt 21 Überzahlsituationen geprägt, wobei nur sieben Tore daraus resultierten. Auf beiden Seiten war die Chancenauswertung ein Manko, doch war es meist eine inkonsequente Verteidigung, die Tore für beide Clubs zuliess. Erst im letzten Viertel schaffte es der SCK sich zwei Minuten vor Schluss auf ein 12:10 von Horgen abzusetzen, jedoch erinnerte der restliche Spielverlauf stark an die erste Partie. Mit gut einer Minute auf der Uhr glich wieder Porobic innerhalb von 30 Sekunden zum 12:12 aus. In einem letzten Angriff scheiterte Kreuzlingen, wodurch aufs Neue der Sieger durch Penaltyschiessen auserkoren werden musste. Kreuzlingen scheiterte beim zweiten Schuss am Pfosten. Horgen blieb hingegen treffsicher und holte sich den zweiten Sieg im dritten Spiel mit 15:17.

Matchball für Horgen
Nun sind die Kreuzlinger Wasserballer im Zugzwang. Den Heimvorteil haben die Ostschweizer verspielt. Viel problematischer ist indessen der Fakt, dass man am Donnerstag in Horgen den Matchball des Gegners abwehren muss. Der Rekordmeister führt in der Best-of-five-Serie mit 2:1. Den Zürichern fehlt demnach ein Gewinn, um in das Final einzuziehen. Dies zu verhindern wird kein Leichtes, denn Kreuzlingen muss wieder auswärts antreten. Zwar hat man am vergangenen Samstag genau dort einen grossartigen Sieg eingefahren, diesmal könnte es aber anders ablaufen angesichts dessen, dass Horgen in greifbarer Nähe zum Final ist. Der SCK muss also alles auffahren, damit es zum allesentscheidenden Match im Freibad Hörnli kommen wird.

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