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Mahlzeitendienst erhält «Prix Kreuzlingen» 2017

Kreuzlingen – Mit dem «Prix Kreuzlingen» ehrt die Stadt Kreuzlingen in diesem Jahr den Verein Mahlzeitendienst Kreuzlingen. Der Mahlzeitendienst versorgt seit 37 Jahren an 365 Tagen im Jahr ältere, kranke und körperlich beeinträchtigte Mitbürgerinnen und Mitbürger mit einem vollwertigen Mittagessen. Vize-Stadtpräsidentin Dorena Raggenbass übergab den Anerkennungspreis anlässlich der Bundesfeier auf dem Besmer-Areal.

(V.l. n. r.): Elisabeth Lippuner und Margit Tischhauser, Vorstandsmitglieder; Claire Naef, Ehrenmitglied und Roland Alber, Präsident. (Bild: IDK)

Mit dem «Prix Kreuzlingen», den die Stadt im Namen des Stadtrates und der Bevölkerung in diesem Jahr bereits zum achten Mal vergeben durfte, werden Personen, Vereine, Firmen oder Institutionen ausgezeichnet, die sich ehrenamtlich und mit grossem Engagement für die Gemeinschaft eingesetzt haben.

Vize-Stadtpräsidentin Dorena Raggenbass erinnerte an die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger, die zusätzlich zur Preisverleihung auch namentlich auf der Ehrentafel im Rathaus der Stadt verewigt sind. «Die Wahl fällt dem Stadtrat, angesichts der vielen aktiven und ehrenamtlich arbeitenden Persönlichkeiten und Vereinen in der Stadt Kreuzlingen, nie leicht.» sagte Dorena Raggenbass. «Der Stadtrat möchte in diesem Jahr diesen besonderen Verein auszeichnen, der im Hintergrund und nach aussen kaum sichtbar eine unverzichtbare, wertvolle Arbeit für uns alle leistet.»

Unter grossem Applaus gab sie den diesjährigen Preisträger bekannt und übergab das Wort der Laudatorin Susann Müller-Rüedi, ehemalige Präsidentin des Vereins.

1980 wurde der Mahlzeitendienst als Partnersektion des Haushilfedienstes Kreuzlingen gegründet bis er 1996 ein eigenständiger Verein wurde. Während dieser Zeit erfuhr der Verein viele technische Veränderungen. «Was sich in dieser Zeit jedoch nicht verändert hat», erzählt Susann Müller-Rüedi, «sind die Menschen mit ihren Bedürfnissen – und die Menschen mit den grossen Herzen, dem sozialen Engagement und der Selbstverständlichkeit füreinander da zu sein.»

Die Laudatorin weiss zu berichten, dass der Mahlzeitendienst immer auch als Institution mit sozialer Begleitfunktion gesehen wurde. So geht das Engagement der vielen Fahrerinnen und Fahrer über das Bringen des Mittagessens weit hinaus. Kleinere Wünsche der Kunden werden gern erfüllt; sei es einen Termin zu vereinbaren, Blumen zu giessen, den Kanarienvogel zu bestaunen oder einfach ein offenes Ohr zu haben.

Susann Müller-Rüedi schloss mit den Worten «Wenn so viele gute Hände, Köpfe und Herzen miteinander eine Aufgabe übernehmen, macht es Freude mit dabei zu sein.»

Im Anschluss an die Laudatio überreichte Vize-Stadtpräsidentin Dorena Raggenbass, den «Prix Kreuzlingen» an Roland Alber, der als Präsident den Preis stellvertretend für den Verein Mahlzeitendienst Kreuzlingen entgegennahm. Das eigens für diesen Anlass gestaltete Kunstobjekt wurde vom bekannten Kreuzlinger Künstler und langjährigen Kurator des Museums Rosenegg Philippe Mahler kreiert. Philippe Mahler wurde 1957 in der Schweiz geboren und lebt und arbeitet als Maler in Kreuzlingen.

Danksagung
Im Anschluss bedankte sich Roland Alber, Präsident Verein Mahlzeitendienst Kreuzlingen, im Namen des Vereins für die Verleihung des «Prix Kreuzlingen». «Der Preis soll uns motivieren, unsere Freiwilligenarbeit im Dienste der älteren, kranken und körperlich beeinträchtigen Mitbürgerinnen und Mitbürger mit viel Elan weiterzuführen.»

Besonderen Dank sprach er dem Ehrenmitglied Claire Naef aus. «Sie ist das einzige noch immer aktive Gründungsmitglied, fährt seit 37 Jahren und hat als Vorstandsmitglied die Einsatzleitung von 1986 bis 2016 inne gehabt.», hob Roland Alber ihr langjähriges Engagement hervor. Unter grossem Applaus begleiteten die Vorstandsmitglieder, Elisabeth Lippuner und Margit Tischhauser, die sichtlich erfreute Claire Naef auf die Bühne.

Abschied von Andreas Netzle
Vize-Präsidentin Dorena Raggenbass bat anschliessend den per 31. Juli zurückgetretenen Stadtpräsidenten Andreas Netzle auf die Bühne. In der Abschiedsrede bedankte er sich für den starken Rückhalt vom Volk. «Ich freue mich mit Ihnen weiterhin in Kreuzlingen zu wohnen.» sagte Andreas Netzle abschliessend.

Vielseitiges Festprogramm
Traditionsgemäss findet die Übergabe des Anerkennungspreises anlässlich der Bundesfeier statt. Das Fest wird jeweils von einem Kreuzlinger Quartierverein organisiert. In diesem Jahr war der Quartierverein Kurzrickenbach an der Reihe. Das starke Gewitter konnte der guten  Stimmung keinen Abbruch tun. Präsident Thomas Niederberger und seine Helferinnen und Helfer boten den Gästen ein vielseitiges Festprogramm. Im Anschluss an die Vergabe des «Prix Kreuzlingen» und der Abschiedsrede von Andreas Netzle spielte unter der Leitung von Stefan Roth das Symphonische Blasorchester SBO unter anderem das Thurgauer Lied. Pünktlich um 20 Uhr setzte das Glockengeläute der Kirche Kurzrickenbach ein.

Nach einer musikalischen Einlage des Männerchores Kurzrickenbach-Landschlacht, unter der Leitung von Beatrice Hidber, folgte die Festansprache von Mario Testa, Redaktor der Thurgauer Zeitung. Anschliessend stimmte die Festgemeinde die Nationalhymne an. Mit Einbruch der Dunkelheit begann der farbenprächtige Lampionumzug der Kinder bevor das Feuerwerk und der Augustfunken entzündet wurden.

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