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Saisonstart im Bodmanhaus

Gottlieben – Michael Fehr liest am Freitag zum Saisonauftakt. Seine Erzählungen sind schön und präzis und kommen als Dialoge in einem Hochdeutsch aufs Papier, dem man die Mundart noch anhört.

Schriftsteller Michael Fehr. (Bild: Franco Tettamanti)

Michael Fehr, geboren 1982, ist ein Schweizer Schriftsteller aus Bern. Fehr studierte am Schweizerischen Literaturinstitut und an der Hochschule der Künste Bern. Er erhielt unter anderem den Literaturpreis des Kantons Bern 2013 und 2015 und für seinen Roman Simeliberg den Kelag-Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises 2014.

Seine Erzählungen sind schön und präzis und kommen als Dialoge in einem Hochdeutsch aufs Papier, dem man die Mundart noch anhört. Grausame Tiere und grausame Menschen liefern sich einen ungleichen Kampf. An unerwarteter Stelle blitzt hie und da die Liebe auf und manchmal eine seltsame Art biblischer Gerechtigkeit. Fehrs Auftritte wirken wie von der Kanzel herab und vermögen die Wucht seiner Sätze und die Verbohrtheit seiner Figuren noch zu verstärken. Fehrs Vortrag ist Post-Slam und ein Gesamtkunstwerk.

«Michael Fehr ist der Musiker unter den Autoren, er hat den Blues im Blut und behält den Wahnsinn im Auge», schreibt etwa das Buchmedia Magazin.

Zum Saisonsauftakt gibt’s  ab 19 Uhr eine Führung durchs Haus inklusive Besichtigung der Handbuchbinderei Merten. Die Lesung startet um 20 Uhr, anschliessend wird ein Apéro riche aufgetischt.

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