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«Lokale Medien – Partner oder Störenfriede?»

Frauenfeld/Ermatingen – Mit einer breit abgestützten Interpellation wollen Kantonsräte die Regierung dazu bringen, lokale Medien, auch Amtsblätter, stärker bei der Schaltung ihrer Inserate zu berücksichtigen.

Unabhängige lokale Medien sind in Kreuzlingen die «Kreuzlinger Zeitung» oder in Ermatingen «Der Bote vom Untersee und Rhein». (Bild: sb)

Auf den Weg gebracht wurde die Interpellation von Kantonsräten der CVP/EVP, FDP, glp/BDP und SVP. Für die SP ist der Ermatinger Kantonsrat Peter Dransfeld mit im Boot. 53 Parlamentarier haben unterschrieben. Sie beobachten, dass die Tagespresse kränkelt und immer mehr Blätter verschwinden. Währenddessen steige die Bedeutung lokaler Verlage und Medien für die Informationsweitergabe, sind sich die Unterzeichner sicher. «Deren Vielfalt ist erfreulich gross und an nicht wenigen Orten und in vielen Gemeinden sind diese Zeitungen die amtlichen Publikationsorgane geworden.» Sie funktionierten «auch dank ehrenamtlicher Arbeit vor Ort», so der Wortlaut der Interpellation

Doch leider gingen diese lokalen Medien bezüglich bezahlter Werbung meist leer aus, wenn der Kanton Auftraggeber ist – obwohl die Tarifstruktur meist günstiger sei als bei den Tageszeitungen, kritisieren die Kantonsräte.

Und weiter: «Lokale Medien sind nicht teuer, werden aber gut und gerne gelesen und erfreuen sich in der Regel grosser Beliebtheit. Es würde dem Thurgauer Regierungsrat gut anstehen, seine Verbundenheit mit den lokalen Medien deutlich zum Ausdruck zu bringen.» Auch sollten die einzelnen Ämter dazu angehalten werden, auf regionale Aspekte Rücksicht zu nehmen, wenn sie Zeitungsinserate in Auftrag geben.

Fazit: «Keine «Strukturpolitik» betreiben, aber dennoch «eine etwas breitere Verteilung als heute» erreichen.

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