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Die Grünliberalen trafen sich in Kreuzlingen

Kreuzlingen – An der öffentlichen Mitgliederversammlung im neuen SBW Talent Campus Bodensee in Kreuzlingen fasste die Grünliberale Partei Thurgau am Montag ihre Parolen für die Abstimmungen vom 23. September.

Mitgliederversammlung der glp Thurgau. Bild: glp

Die beiden Vorlagen zur Altersvorsorge AV2020 wurden in einem Podium, bestehend aus Ständerat Roland Eberle (SVP) als Gegner, Nationalrat Christian Lohr (CVP) als Befürworter und Kantonsrat Hanspeter Heeb (glp) als Moderator fundiert und engagiert diskutiert. Befürworter und Gegner waren sich einig, dass nach 20 Jahren eine umfassende Revision der Altersvorsorge dringend notwendig ist, da dieses Sozialwerk sonst in eine schwere finanzielle Schieflage gerät.

Vor allem die 2. Säule ist durch die veränderten Finanzmärkte mit Tiefzinsen in Probleme geraten, was zu tieferen Umwandlungssätzen und damit niedrigeren Renten führt. Ein Dorn im Auge ist für die Gegner der AHV-Zugschlag von CHF 70 für Neurentner, welcher zu einer Benachteiligung der Jungen und der bestehenden Rentner führt und die Babyboomer bevorzugt.

Auch die Befürworter sind sich bewusst, das die Probleme der Altersvorsorge auch bei Annahme nicht nachhaltig gelöst sind, jedoch gibt es für drei bis vier Jahre Luft. Es muss weiterhin an einer umfassenden Revision gearbeitet werden, welche unter anderem der stark gestiegenen Lebenserwartung Rechnung trägt.

Bei der Parolen-Abstimmung gab es exakt gleich viele Befürworter wie Gegner, so dass die Ver- sammlung Stimmfreigabe beschloss, dies im Gegensatz zur glp Schweiz, welche die JA-Parole gefasst hatte.

Der Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit wurde vom Nationalrat und Präsidenten des Verbandes Thurgauer Landwirtschaft Markus Hausammann (SVP) kompetent präsentiert. Es handelt sich bei der Vorlage um einen direkter Gegenentwurf zur zurückgezogenen Volksinitiative «Für Ernährungssicherheit». Es geht vor allem darum, die einheimische und nachhaltige Lebensmittelproduktion zu stärken, sowie das Kulturland zu schützen. Mit gut zwei Drittel Ja und einigen Enthaltungen beschloss die Versammlung die JA-Parole.

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