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Baubeginn in Münsterlingen rückt näher

Kreuzlingen – Das Herz-Neuro-Zentrum Bodensee erweitert auf dem Gaissberg seine Parkierungsanlagen. Weitere Neuigkeiten gibt es vom Neubau in Münsterlingen: Der letzte hängige Rekurs wurde vom Verwaltungsgericht abgewiesen. Ein Ende des Verfahrens ist nun in Sicht.

Das Haus an der Gaissbergstrasse 47 wurde abgebrochen. (Bild: sb)

16 neue Felder bekommen die Parkierungsanlagen der Herzklinik auf dem Gaissberg. Das Gründerzeit-Haus mit der Nummer 47 ist in diesen Tagen abgebrochen worden. Bald können hier Besucherinnen, Besucher und Mitarbeitende der Klinik parken. Das Bausgesuch liegt ab Dienstag auf. Der Grund für die Erweiterung sind steigende Patienten- und damit auch Mitarbeiterzahlen.

Auch vom Neubau in Münsterlingen gibt es gute Neuigkeiten.

Nachdem der Münsterlinger Gemeinderat und das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau bereits früher grünes Licht für den Neubau gegeben hatten, wies das Bundesgericht im letzten Jahr die Beschwerde eines einzelnen Einsprechers mit einer Ausnahme in allen Punkten ab. Einzig die Legitimationsfrage betreffend die Lichtimmissionen wurde zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, zurückgewiesen. Mit seinem Entscheid hat das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau den Rekurs nun auch betreffend Lichtimmissionen in allen Punkten abgewiesen. Dem Rekurrenten steht allerdings erneut der Weg an das Bundesgericht offen. Damit rückt die Realisierung des Neubaus des Herz-Neuro-Zentrums Bodensee auf dem Spitalcampus Münsterlingen in greifbare Nähe. «Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir den Neubau nun endlich zeitnah starten können. Durch die räumliche Verbindung auf dem Spitalcampus stärken wir die sehr gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern, dem Kantonsspital Münsterlingen und der Rehaklinik Zihlschlacht, weiter. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten aller Krankenversicherungsklassen der Region Nord-Ostschweiz», fasst Martin Costa, CEO und Delegierter des Verwaltungsrates der CHC Holding, zusammen.

Eine zeitnahe Realisierung des Neubaus des hochmodernen Spitals wird auch angesichts der positiven Entwicklung der Klinik immer wichtiger. Bereits im vergangenen Jahr wurden erstmals in der Geschichte des HNZB über 2’100 stationäre Patientinnen und Patienten behandelt. Zu dieser positiven Entwicklung hat auch die Einführung modernster Therapieverfahren wie der kathetergestützten Implantation von Herzklappen (TAVI) beigetragen. Das HNZB führt diese Therapie als einziges Spital in der Ostschweiz durch. Die positive Entwicklung setzt sich auch im laufenden Jahr fort: So wurden im ersten Halbjahr 2017 rund 5,5 Prozent mehr stationäre Patienten betreut und die Auslastung der Klinikkapazitäten stieg gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 7,5 Prozent.

Informationen zum Neubau
Das zukünftige Klinikgebäude am Standort Münsterlingen – direkt auf dem Spitalcampus Münsterlingen – ist ein moderner Neubau mit insgesamt 62 Betten, davon 54 für das HNZB, drei Operationssälen, darunter ein Hybrid-OP und ein Herzkatheterlabor. Das HNZB und das Kantonsspital Münsterlingen sind künftig durch eine unterirdische Verbindung auch baulich verbunden. Das sichert eine rasche und gute interdisziplinäre Betreuung der Patientinnen und Patienten. Ferner ist geplant, im Neubau des HNZB auch eine Dependance der Klinik Zihlschlacht für Akutrehabilitation mit acht Intensivbetten zu integrieren. Damit kommen mit dem Neubau alle Patientinnen und Patienten in den Genuss einer lückenlosen medizinischen und pflegerischen Betreuung über den ganzen Heilungsprozess.

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