/// Rubrik: Topaktuell

Spaziergang durch die Historie

Kreuzlingen – In der neuen Sonderausstellung «Quer durch die Stadt» erhalten Besucher durch Fotografien Einblick in die Geschichte von Kreuzlingen. Das Museum Rosenegg verwandelt sich hierfür in einen historischen Spazierweg durch die Quartiere der Stadt.

Roger Cotting und Dr. Yvonne Istas haben die Ausstellung «Quer durch die Stadt» zusammen konzipiert. (Bild: ek)

Panoramafotos bieten den Überblick, Ortsschilder weisen den Weg und Infotexte setzen die zahlreichen historischen und aktuellen Fotografien in Kontext zueinander. «In meiner ersten Ausstellung in Eigenregie wollte ich mich gleich mal mit dem historischen Stadtbild von Kreuzlingen vertraut machen», erklärt Dr. Yvonne Istas, die neue Leiterin des Museums Rosenegg. Ein «wunderbarer Einstieg» für die vom Stockacher Stadtmuseum kommende Historikerin, welche ihren Wohn- und Lebensraum nach Kreuzlingen gezügelt hat.
Doch gestaltete sich die Auswahl aus Tausenden von Fotos aus den Archiven von Stadt und Privaten als schwierig, wenn man die örtlichen Gegebenheiten noch nicht in und auswendig kennt. Deshalb zog sie den erfahrenen Stadtkenner Roger Cotting zurate und gestaltete mit ihm einen Spaziergang durch die Quartiere anhand Bildern von der Jahrhundertwende bis zur Neuzeit.

Bilder als Zeitzeugen
Wo einst stolze Villen standen, ragen heute Hochhäuser ins Panorama. Metzgereien mussten Einkaufszentren weichen und Fabriken Wohnüberbauungen. Einige Ecken sind aber auch gleich geblieben, so steht das Bezirksgebäude am Hauptzoll oder das Hotel Helvetia noch immer.
Zu sehen ist zudem ein zehn minütiger Film von Ernst Hofstetter, welcher in einer Art Google-Street-View-Tour durch die Quartiere von Kreuzlingen führt und mithilfe von eingeblendeten Fotografien die baulichen Veränderungen aufzeigt. Führungen von der Museumsleiterin und ihrem Team soll Zuzügern die Chance bieten, etwas über die Geschichte der neuen Heimatstadt zu erfahren. Istas selbst habe auf jeden Fall schon viel gelernt und möchte dieses Wissen weitergeben. Gleichzeitig hofft sie auf alteingesessene Bewohner. «Besucher wissen oft spannende Geschichten zu erzählen oder haben das Ortsbild von damals noch in lebhafter Erinnerung», so Istas. Dann wird sie aufmerksam zuhören, um das Gelernte in ihre Arbeit mit einfliessen zu lassen.

Vernissage ist heute Freitag, um 18 Uhr, im Museum Rosenegg. Die Sonderausstellung ist bis zum 19. November zu sehen.

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