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Finalrunde noch nicht in Reichweite

Handball – Gegen Thun zeigten die Frauen des HSC Kreuzlingen eine Halbzeit lang, dass sie näher an die Top 4 herangerückt sind. Am Ende gab es trotzdem keine Punkte.

Keine Punkte für die Kreuzlingerinnen (Bild: pixelio)

Hier jubelnde Thunerinnen, denen mit dem Schlusspfiff grosser Ballast von den Schultern fiel. Dort die Kreuzlingerinnen, die nach einer starken ersten Halbzeit den Faden komplett verloren und sich mit 26:35 doch noch deutlich geschlagen geben mussten. Obschon der HSC weiter auf Platz 5 liegt, ist der Rückstand auf den letzten Finalrunden-Platz nun bereits auf sechs Punkte angewachsen. In der Schweizer Eliteliga hat sich die Spreu damit schon wieder früh vom Weizen getrennt. Spono Eagles Nottwil (12:0 Punkte), Titelverteidiger Brühl St. Gallen (10:2), DHB Rotweiss Thun und LK Zug (je 8:4) haben die zweite Reihe, die vier Teams mit je zwei Punkten umfasst, schon vor der Halbzeit des Qualifikationspensums distanziert.

Erfreuliche erste Halbzeit
Dabei zeigten die Kreuzlingerinnen, bei denen die deutsche Rückraumspielerin Katharina Winger nach einer mehrwöchigen Verletzungspause ihr Comeback gab, in den ersten 30 Minuten eine erfreuliche Leistung. Der Favorit aus Thun fand kein wirksames Mittel gegen das Heimteam und war mit dem 14:15-Pausenrückstand noch gut bedient. Bei einer besseren Chancenverwertung hätte das Team von Kristina Ertl deutlicher führen können.

Thuner Zwischenspurt
Nach dem Seitenwechsel spielten die beiden Kontrahenten aber nur noch die ersten sechs Minuten auf Augenhöhe. Nach dem 17:17-Ausgleich durch die offensiv überragende Thun-Ausländerin Lucia Weibelova verlor ein Team (Kreuzlingen) den Faden komplett, während das andere (Thun) einen Zwischenspurt einlegte, der die Partie entschied. Mit sechs Treffern in Serie legten die Bernerinnen das Fundament zum wichtigen Erfolg am Bodensee. Nach dem 17:23 rund eine Viertelstunde vor Schluss liess Thun die Gastgeberinnen nie mehr näher als bis auf vier Treffer aufrücken. Aufgrund der langen Verletztenliste lastete (zu) viel Verantwortung auf zu wenigen Schultern. Und auch Winger konnte nicht verbergen, dass sie nach der langen Verletzungspause noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte ist. So hatte Thun, das über ein deutlich breiteres und ausgeglicheneres Kader verfügt, in der Schlussviertelstunde leichtes Spiel und siegte am Ende diskussionslos mit 35:26.

Gastspiel beim starken Aufsteiger
Für die Kreuzlingerinnen geht es am nächsten Sonntag mit dem wichtigen Auswärtsspiel beim punktgleichen Herzogenbuchsee weiter. Nur zwei Tage später gastiert die Mannschaft von Trainerin Ertl dann bei Yellow Winterthur. Im nächsten Heimspiel am 5. November empfängt der HSC den derzeit verlustpunktlosen Leader Spono Eagles.

HSC Kreuzlingen – DHB Rotweiss Thun 26:35 (15:14)
Egelsee. – 150 Zuschauer. – Sr. Anthamatten/Wapp.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Thun.
Kreuzlingen: Roganovic (1.-42./52.-60./14 Paraden), Stein (42.-52./0 Paraden); Grathwohl (5), Singer-Duhanaj (4), Scherrer, Strmsek (6/2), Weidmann, Siller (1), Marku (1), Winger (6), Maier (2), Rothacker (1).
Thun: Peronino (22 Paraden), Korenic (nicht eingesetzt); Ganz (1), Jordi (1), Kaeslin, Zumstein (1), Oberson (2), Hostettler, Berger (6), Frey (4), Schmied (6), Weibelova (10/3), Lehmann (4).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2/3, Thun 3/3.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Bailon, Biegel, Klein und Sivka (alle verletzt).

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