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Den Titelanwärter 40 Minuten lang gefordert

Handball – Obschon am Ende ein Punktgewinn ausser Reichweite blieb, zeigten die NLA-Frauen des HSC Kreuzlingen beim 23:30 gegen Leader Spono Eagles eine sehr erfreuliche Leistung. Bei Halbzeit führte das Team von Trainerin Kristina Ertl sogar mit 14:13.

Die Frauen des HSC Kreuzlingen zeigten eine erfreuliche Leistung. (Bild: pixelio)

Die Luzerinerinnen waren als verlustpunktloser Tabellenführer an den Bodensee gereist und nahmen am Ende die beiden Punkte auch mit nach Hause. Soweit das erwartete Verdikt. Dass die Spono Eagles, welche am nächsten Wochenende in der Türkei im Europacup antreten werden, aber vor 400 Zuschauern rund 40 Minuten lang hart gefordert wurden, war so nicht erwartet worden. Die Thurgauerinnen zeigten insbesondere in der ersten Halbzeit eine ausgezeichnete Leistung. Die Mannschaft von Trainerin Kristina Ertl lag zeitweise mit bis zu vier Treffern vorne. Aus einem starken Kollektiv ragten dabei Torfrau Adriane Hajduk im defensiven sowie Topscorerin Martina Strmsek und Kreisläuferin Jennifer Grathwohl im offensiven Bereich heraus. In allererster Linie war es aber eine sehr disziplinierte und engagierte Teamleistung, welche die überraschende 14:13-Pausenführung gegen den haushohen Favoriten möglich machten.

Qualität setzt sich durch
Die vom ehemaligen Schweizer Männer-Nationaltrainer Urs Mühlethaler gecoachten Gäste steigerten zwar nach dem Seitenwechsel das Tempo und den Druck, aber der HSC blieb bis zum 17:19 in der 40. Minute weiter dran. Angeführt von der slowenischen Internationalen Neli Irman und der Bosnerin Ivana Ljubas nützte das zusätzlich mit vier Schweizer Nationalspielerinnen hochkarätige besetzte Spono ein Nachlassen der Gastgeberinnen konsquent aus und legte mit dem 19:24 (46.) die Basis zum achten Sieg im achten Meisterschaftsspiel. Zu Beginn der Schlussphase verpasste es dann der HSC bei 21:25 mit einer zu hohen Fehlerquote, vielleicht doch nochmals Pfeffer zu streuen. Stattdessen machten Ljubas und zweimal Irman zum 21:28 innerhalb von knapp drei Minuten alles klar. Den körperlich unterlegenen Thurgauerinnen fehlte in der zweiten Halbzeit auch etwas die Kraft, um den hohen Favoriten ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können.

Erfreuliche Entwicklung
Trotz der Niederlage bleibt der HSC Kreuzlingen auf dem fünften Tabellenplatz. Auch gegen den Titelfavoriten bewies das Team von Kristina Ertl, dass es einen markanten Schritt vorwärts gemacht hat und man gegen Teams, denen man in der ersten SPL1-Saison noch mit 15 und mehr Toren Differenz unterlegen war, zumindest über weite Strecken der Partie durchaus Paroli bieten kann. Für den HSC geht es am nächsten Samstag mit dem schwierigen Gastspiel beim Tabellendritten Zug weiter, bevor dann eine Woche später (18.11./16:00 Uhr) das nächste Heimspiel gegen Herzogenbuchsee auf dem Programm steht.

HSC Kreuzlingen – Spono Eagles Nottwil 23:30 (14:13)
Egelsee. – 400 Zuschauer. – Sr. Keiser/Rottmeier.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 3-mal 2 Minuten plus Rote Karte (51. Co-Trainer Accola) gegen Spono.
Kreuzlingen: Hajduk (1.-42./7 Paraden), Roganovic (42.-49./1); Grathwohl (7/2), Singer-Duhanaj (5), Scherrer, Strmsek (7), Klein, Weidmann (2), Siller, Marku, Winger (2), Maier, Rothacker.
Spono: Schüpbach (1.-23./3 Paraden), Aegerter (23.-60./13); Wick (1), Frey (3), Ramseier (4), Spaar, Matter, Aselmeyer (1), Hodel (2), Amrein (4), Wyder, Heini (2), Ljubas (4), Irman (9).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 2/3, Spono 0/0.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Bailon, Biegel und Sivka (alle verletzt); Spono ohne Calchini und Spaar.

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