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Auf Topleistung folgte der Einbruch

Handball – Die Kreuzlinger SPL1/NLA-Frauen zeigten beim Tabellendritten Zug während 45 Minuten eine sehr starke Leistung, um am Ende aber dennoch mit 24:32 zu verlieren.

Die Frauen des HSC Kreuzlingen zeigten eine gute Leistung, die leider nicht zum Sieg reichte. (Bild: pixelio)

Nach 60 Minuten waren die Kräfteverhältnisse so, wie man das im Vorfeld erwartet hatte. Die Zugerinnen festigten mit dem budgetierten Heimsieg über den HSC ihren dritten Tabellenplatz, nurmehr zwei Punkte hinter Titelverteidiger Brühl St. Gallen. Einmal mehr profitierten sie beim Erfolg über Kreuzlingen von der Schussgewalt der Liga-Topscorerin und Nationalspielern Sibylle Scherer, die nach einer verhaltenen ersten Halbzeit noch auf standesgemässe acht Treffer kam.

Favoritinnen überrascht
Allerdings sah es in den ersten 45 Minuten noch gar nicht nach einem deutlichen Sieg des Favoriten aus. Die Aussenseiterinnen aus Kreuzlingen zeigten bis zu diesem Zeitpunkt eine hervorragende Leistung. Sie forderten das Team von Trainer Damian Gwerder weitaus stärker, als es diesem lieb sein konnte. Angeführt von einem treffsicheren Trio mit Martina Strmsek, Katharina Winger und Irena Singer-Duhanaj sorgte der HSC auch dank einer sehr konzentrierten Abwehrleistung für so manches staunendes Gesicht in der Zuger Sporthalle. Ihre 17:14-Pausenführung verteidigten die Thurgauerinnen bis zur 39. Minuten mit viel Einsatz und mannschaftlicher Geschlossenheit. Sie zwangen den Favoriten immer wieder zu Fehlern. Doch dann ging dem Team von Kristina Ertl förmlich die Puste aus. Der jungen Trainerin fehlten die Alternativen, als Topscorerin Strmsek und Winger offensiv abbauten und zusammen in der 2. Halbzeit nur noch auf drei Treffer kamen. Der verletzungsbedingte Ausfall von Pashke Marku bereits vor der Pause machte die Aufgabe nicht einfacher.

Zug schafft Wende mit Torserie
So nützte Zug den Einbruch des HSC mit acht Toren in Serie zur Wende. Vom 21:18 bis zum 21:26 gelang den Thurgauerinnen während einer Viertelstunde kein Treffer mehr. Das hatte einerseits mit einer markanten Leistungssteigerung des Favoriten in der Defensive zu tun, andererseits aber auch mit einem massiven Anstieg der Fehlerquote beim HSC. In den letzten Minuten baute Zug seinen Vorsprung schliesslich noch auf acht Tore aus. Der Sieg der Innerschweizerinnen ging in Ordnung, fiel aber etwas zu deutlich aus.

Heimspiel gegen Aufsteiger
Am nächsten Samstag, 18. November, geht es für den HSC mit dem Heimspiel gegen den starken Aufsteiger HV Herzogenbuchsee weiter. Im Hinspiel vom 29. Oktober feierte das Team von Kristina Ertl mit dem 42:31 den bisher höchsten Kreuzlinger Sieg in der SPL1/NLA. Ein Spaziergang wird es gegen die Bernerinnen deshalb aber trotzdem nicht geben. Diese werden sich nur allzu gerne für die Heimklatsche revanchieren wollen. Die Partie in der Sporthalle Egelsee wird um 16 Uhr angepfiffen.

LK Zug – HSC Kreuzlingen 32:24 (14:17)
Sporthalle. – 150 Zuschauer. – Sr. Keist/Winkler.
Strafen: viermal 2 Minuten gegen Zug, zweimal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Zug: Ort (1.-30./5 Paraden), Betschart (31.-60./7); Ravlic (2), Traber (7), Scherer (8/1), Müller, Egli (7), Stutz, Kähr (1), Masset, Gwerder (2), Kägi, Smitran (3), Hess (2).
Kreuzlingen: Roganovic (1.-51./13 Paraden), Stein (51.-60./5); Grathwohl (1), Singer-Duhanaj (5), Strmsek (6/1), Klein (1), Weidmann (2), Siller (1), Marku, Winger (6), Maier (2/1), Rothacker.
Penaltystatistik: Zug 1/1, Kreuzlingen 2/2.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Bailon, Biegel und Sivka (alle verletzt).

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