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Ein Herz für Hündeler

Kreuzlingen – Der Kynologische Verein wird zügeln müssen, wenn die neue Tennishalle im Seezelg kommt. Weil ein solches Unterfangen die Vereinskasse sprengen und somit das Ende für den Verein bedeuten würde, greift die Stadt den Hündelern unter die Arme.

Variante 1 wäre die Verschiebung Richtung Bottighofen inklusive Neubau Vereinsheim. (Bild: zvg)

Die Infoveranstaltung vom vergangenen Freitag traf bei den rund 20 Anwesenden den richtigen Nerv. Die bisherigen Ideen wurden von Präsident Stefan Borkert und dem städtischen Liegenschaftenverwalter Peter Bergsteiner vorgestellt, während die Vereinsmitglieder sich einbringen konnten. Seit April verhandeln Stadt und Vereinsführung hinter den Kulissen in mehreren Sitzungen über die Verlegung. Der Grund ist die geplante Tennishalle, die bis im Herbst 2019 fertig sein soll (Stari im selben Frühjahr). Für diese und weil der Veloweg dann neu durch sein Gebiet laufen würde, müsste der Kynologische Verein etwas nach Osten rutschen.
Architekt Bergsteiner half beim Planen. Möglich wäre, das Vereinsgebäude als Neubau in etwa derselben Grösse neu zu erstellen. Das alte zu versetzen, funktioniere nicht, teilte der Liegenschaftenverwalter mit. «Es müsste dann geltenden Bestimmungen hinsichtlich Brandschutz, Energie und Barrierefreiheit entsprechen», sagte er. «Das käme wesentlich teurer.»

Über das Budget 2019 will die Stadt 450’000 Franken für das Unterfangen und die gesamte Infrastruktur bereitstellen. Die Vereinsmitglieder würden mit anpacken, um Kosten zu senken.

8000 statt heute 10’000 Quadratmeter hätte die Hundewiese bei der Kaserne Bernrain. Es wäre trotzdem die favorisierte Lösung. (Bild: zvg)

Im Seezelg ist viel geplant
Auch andere Projekte im Seezelg haben Auswirkungen auf den Kynologischen Verein. So wird derzeit die Brücke beim Hörnli dreispurig ausgebaut. Voraussichtlich ab Herbst 2018 soll der Parkplatz vom Schwimmbad Hörnli bewirtschaftet werden. Kursteilnehmer müssten dann Parkgebühren zahlen, nur Vereinsmitglieder dürften umsonst parken. Später soll im Seezelg auch das Reka-Dorf entstehen (wir berichteten) und auf lange Sicht will die Stadt die Fussballplätze aus dem Klein Venedig hierher verlegen.

Dann müsste der Hundeverein erneut zügeln. Deswegen gaben Stadt- und Gemeinderat den Auftrag, einen Alternativstandort zu prüfen. Im Gespräch ist dadurch die Verlegung zur Kaserne Bernrain. Dort könnte man sogar die bestehenden Räumlichkeiten nutzen, ohne neu bauen zu müssen. Allerdings wäre das Land 2000 Quadratmeter kleiner. Noch warten die Verantwortlichen allerdings auf ein Signal vom Bund.

Für Vereinspräsident Borkert wäre die Kaserne Bernrain eine akzeptable Lösung. Dieser Meinung schlossen sich auch die Vereinsmitglieder an. «Dann müssten wir nicht zwei Mal zügeln und hätten Planungssicherheit.», sagte ein Mitglied.

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