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Niederberger mit deutlichem Abstand vorne

Kreuzlingen – Um 500 Stimmen verpasst Thomas Niederberger den direkten Einzug ins Stadtpräsidium. Auf die zweitplatzierte Edith Wohlfender holt der parteilose Kandidat doppelt soviele Stimmen und geht als klarer Favorit in den zweiten Wahlgang. David Blatter hat bereits seine Kandidatur für den zweiten Wahlgang zurückgezogen.

Thomas Niederberger und Edith Wohlfender gratulieren sich zum Wahlergebnis. (Bild: ek)

«Das Resultat zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin», freute sich Thomas Niederberger, nachdem die Wahlergebnisse offiziell feststanden. Vizestadtpräsidentin Dorena Raggenbass hatte die Stimmverteilung nur wenige Minuten davor im vollen Rathaussaal bekannt gegeben. Bei 3828 gültigen Stimmen war die Stimmbeteiligung mit 46,9 Prozent ausserordentlich hoch. Davon konnte sich der parteilose Stadtschreiber Niederberger 1417 Stimmen sichern. Auf ihn folgte die SP-Kandidatin Edith Wohlfender-Oertig mit 760 Stimmen und Alexander Salzmann für die FDP mit 645 Stimmen.

CVP-Stadtrat Ernst Zülle konnte 434 Stimmen auf sich vereinigen und für David Blatter als Kandidat der SVP gingen 394 Wahlzettel ein. Deutlich abgeschlagen auf dem letzten Platz mit 131 Stimmen landete der parteilose Jörg Stehrenberger. 47 Wahlzettel waren für vereinzelte Kandidaten abgegeben worden.

Freude herrscht im Lager von Thomas Niederbeger. (Bild: ek)

Niederberger hatte sich im Vorfeld erhofft, im vorderen Teil der Kandidaten zu landen. «Dass ich mit so grossen Vorsprung abschneide, hätte ich nicht erwartet», so Niederberger. Das gebe ihm viel Motivation für den zweiten Wahlgang. Am 21. Januar 2018 entscheiden die Kreuzlinger Stimmbürger per Stichwahl, wer ihr neuer Stadtpräsident oder ihre neue Stadtpräsidentin wird. Ausserordentlich über das Ergebnis freute sich auch Edith Wohlfender. «Der zweite Platz wäre eine gute Ausgangslage, um weiter im Rennen zu bleiben», so die Geschäftsführerin. Ob sie sich wirklich im zweiten Wahlgang aufstellen lässt, müsse sie jedoch erst noch mit ihrer Partei besprechen, nachdem das Resultat analysiert wurde. Sie danke ihren vielen Unterstützern und Wahlhelfern, welche ihr zu diesem guten Abschneiden verholfen haben.

«Ich hatte mir mehr Stimmen gewünscht», zeigte sich der Wirtschaftsprüfer Alexander Salzmann enttäuscht. Er bedankte er sich für das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler, welche für ihn zur Urne gegangen sind. Ob Salzmann im zweiten Wahlgang antritt, liess er noch offen. Auch Ernst Zülle wolle erstmals mit seiner Partei das Wahlresultat im Detail betrachten und danach sondieren, wie es weitergeht. Er hatte eine bessere Platzierung erwartet, freute sich aber über die klare Verteilung der Stimmen. «Ich kann mir eine Zusammenarbeit mit Thomas Niederberger als Stadtpräsident gut vorstellen», sagte der derzeitige Stadtrat des Departements Bau.

David Blatter gab noch am Nachmittag des ersten Wahlgangs seinen Rückzug bekannt. «Aufgrund des Resultates werde ich nicht mehr für den zweiten Wahlgang antreten», schrieb Blatter in einer Medienmitteilung. Er bedankte sich bei den Mitgliedern seines Wahlkommitees, seiner Partei der SVP und seiner Familie für die Unterstützung im Wahlkampf. Auch den Wählerinnen und Wählern dankte Blatter für das ausgesprochene Vertrauen.

Jörg Stehrenberger hat ebenfalls seine Kandidatur zurückgezogen. «Ich traue mir das Amt des Stadtpräsidenten zu. Ich traue es auch meinen Mit-Kandidaten und meiner Mit-Kandidatin zu», schreibt der Dozent für Recht und Wirtschaft in einer Mitteilung. Für ein Amt werde er sich auch in Zukunft wieder zur Verfügung stellen.

Neue Kreuzlinger Verfassung angenommen
Neben der Ersatzwahl für das Amt des Stadtpräsidenten wurden es an diesen Abstimmungssonntag noch weitere Botschaften dem Stimmvolk vorgelegt. Sowohl die Totalrevision der Gemeindeordnung als auch die Budgets der Stadt Kreuzlingen sowie der Kreuzlinger Primar- und Sekundarschulbehörde wurden klar angenommen.

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3 thoughts on “Niederberger mit deutlichem Abstand vorne

  1. Anonym

    Die beiden fähigsten Kandidaten müssen sich mit den Plätzen 4 und 5 zufrieden geben. Der sympathische Niederberger, welcher noch nicht richtig zu poltisieren vermag, scheint der neue Präsident zu werden. Wohlfender schafft dank Feminismus und Linkswähler den zweiten Platz – an dieser Stelle viel Erfolg für den frei werdenden Stadtratsitz von Kern. Salzmanns Resultat zeigt, dass man mit Werbung zwar sehr wohl einige Stimmen kriegt, aber man damit nicht alles gutmachen kann. Der CVP und FDP wünsche ich viel Spass beim Streit um Niederberger – die Gunst zweier Parteien zu nutzen war natürlich taktisch sehr klug, wenn auch moralisch fragwürdig.

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  2. Heidi Rüetschi

    Mit Thomas Niederberger bekommt Kreuzlingen einen Volksnahen und ehrlichen Stadtpräsident. Wir wünschen ihm viel Glück dann in seiner neuen Tätigkeit

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  3. Mirko Spada

    Thomas Niederberger ist das beste für Kreuzlingen. Endlich einmal eine Persönlichkeit, die anpacken will. Er ist kein Schönredner. Er ist kein Ego und Schöngeist. Herr Niederberger ist hungrig und er will Kreuzlingen dienen. Am 21.1.2018 fängt das neue Jahr mit der Wahl zum Stadtpräsidenten erst richtig an. Thomas … er kann es!

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