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Punkteverlust in der letzten Sekunde

Handball – Am zwölften 1.-Liga-Spieltag kam der HSC Kreuzlingen beim Vorletzten Neuhausen nicht über ein bescheidendes 34:34 hinaus. Die Generalprobe für das Derby gegen den SC Frauenfeld vom nächsten Samstag ist nicht geglückt.

In der letzten Sekunde gab der HSC den Sieg aus der Hand. Die Partie endete Unentschieden. (Bild: pixelio)

Aufgrund der gezeigten Leistung in den zweiten 30 Minuten wären zwei Punkte ein fürstlicher Lohn gewesen. Und Neuhausen wäre für einen sehr couragierten Auftritt schlecht belohnt worden. Nach dem vierten Tor von Rechtsaussen Milan Kozak zum 34:33 knapp eine Minute vor der Sirene sah es aber genau nach diesem Verdikt aus. Schliesslich bescherte Julian Vogelsanger, mit elf Toren der erfolgreichste Werfer der Partie, mit seinem verwerteten Penalty in der Schlusssekunde den Schaffhausern doch noch einen durchaus verdienten Punkt. Trotzdem zu wenig für die Pfader, welche dringend einen Heimsieg gebraucht hätten, um die minimen Hoffnung auf eine Finalrunden-Teilnahme weiter am Leben erhalten zu können. Drei Runden vor Abschluss der Hauptrunde beträgt ihr Rückstand auf Platz 4 deshalb immer noch fünf Punkte. Ein zu grosses Handicap.

Absenzen und Abwehrprobleme
Auf der anderen Seite zeigten die Kreuzlinger zum zweiten Mal in dieser Saison nach der 24:32-Niederlage beim damaligen Schlusslicht Arbon, dass sie sich mit vermeintlich schwächeren Teams schwer tun. Dass mit Manuel Zeller und Patrick Gyuris gleich beide Kreisläufer fehlten, darf als mildernder Umstand gewertet werden. Deren Ersatz Joel Gianotti machte seine Sache mit sechs Treffern aber mehr als ordentlich. Bei Halbzeit lag der souveräne Tabellenführer noch mit 20:15 vorne und schien seinem 11. Sieg im 12. Saisonspiel entgegenzusteuern. Valon Dedaj und Topscorer Fabian Schneider hatte bis dahin je siebenmal getroffen. Ein starker Pfader-Torhüter Fabian Schwendemann und zu unpräzise Abschlüsse vor allem von der rechten Kreuzlinger Angriffsseite ermöglichten es den Gastgebern aber, den Fünftore-Rückstand innerhalb von nur acht Minuten zum 22:22 wettzumachen. Sieben Gegentore in nur acht Minuten offenbaren Probleme in der HSC-Verteidigung.

Zwölf Minuten vor Schluss schnupperte Neuhausen sogar an einem Überraschungssieg. Zu diesem Zeitpunkt lag das Team des Trainerduos Müller/Schudel mit 30:27 vorne. Nichtzuletzt dank drei Treffern von Milan Kozak schaffte der Leader aber nochmals den Anschluss. Die Schaffhauser schien die Kraft auszugehen. Als Jonas Schenk 75 Sekunden vor Schluss auf die Strafbank musste und Kozak wenig später das 34:33 für Kreuzlingen erzielte, schien der glückliche Sieg des HSC Tatsache zu werden. Am Ende belohnten sich die Gastgeber aber doch noch mit einem Punkt für eine vor allem in der 2. Halbzeit starke Leistung.

Derby und Spitzenkampf am nächsten Samstag
Auch wenn das Finalrunden-Ticket schon längst gelöst ist, durfte man mit dem Auftritt der Kreuzlinger in Neuhausen nicht zufrieden sein. 34 Gegentreffer gegen den Tabellenvorletzten sind definitiv mindestens eine Handvoll zuviel. In der Abwehr sind denn auch die Hauptgründe für den überraschenden Punktverlust zu suchen. Trainer Andi Dittert wird in diesem Bereich einiges mit seinen Spielern zu besprechen haben. Am nächsten Samstag, 18 Uhr, wartet im letzten Heimspiel der Hauptrunde mit dem zweitplatzierten SC Frauenfeld eine deutlich höherer Hürde auf den HSC. In dieser Partie geht es um den Gruppensieg.

Pfader Neuhausen – HSC Kreuzlingen 34:34 (15:20)
SH Rhyfall. – 50 Zuschauer. – Sr. Odermatt/Rachad.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Neuhausen, 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Neuhausen: Schwendemann (10 Paraden)/Dechow (1); Erni, A. Leu (6), Meier, Meyer (1), Burri (2), Schenk (4), Vogelsanger (11/2), Bollen (2), J. Leu (5), Tecleab, Miletic (3).
Kreuzlingen: Perazic (9 Paraden)/Hug (1); Dedaj (9), Roganovic, Briegmann (2), Bär (1), Heim (1), Kappenthuler (3), Gianotti (6), Schneider (8), Kozak (4).
Penalystatistik: Neuhausen 2/2, Kreuzlingen 0/0.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Gyuris, Meisinger und Zeller (alle verletzt/krank), Deriks, Göhringer, Huenges und Schweikhardt (alle überzählig).

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