/// Rubrik: Topaktuell

Amphibien-Projekt im Seeburgpark

Leserbrief – Als Anwohner und Steuerzahler, welche die Ruhe- und Spazieroase im Seeburgpark, insbesondere auch in der Winterzeit geniessen, lösen die aufgefahrenen Bagger für noch mehr Amphibien-Ansiedlungen ein ungläubiges Kopfschütteln aus. (Richard Salvisberg, Kreuzlingen)

(Bild: archiv)

Über Wochen muss nun Baulärm erduldet werden, damit noch mehr Larven und Fröschchen angesiedelt werden? Kleine Anmerkung: es gibt auch Mücken, insbesondere Tiger-Mücken welche aus dem Tessin angeschleppt werden und keineswegs so beliebt sind.

Hier wird nicht nur Geld verlocht, man darf sich über Sinn und Unsinn auch so seine Gedanken machen. Die letzte Amphibien-Phase war noch etwas Richtung Seeburg umgesetzt, nun muss dies erweitert werden? Selten haben sich Menschen auf den Stegen für die Amphibien gross interessiert, ausser natürlich bei der Einweihung, dann ist die Prominenz gerne anwesend und lässt die Cüpli und Häppli zum gelungenen Geldausgeben kreisen. Gerne würde ich diesen Leuten ein gutes Essen in der Seeburg gönnen und Sie dürften dann lieber den Blick über eine unbebaute Grünfläche schweifen lassen.

Etwas Gutes sein lassen, das fällt diesen Personen wohl schwer und die Gelder sind ja vorhanden, lasst uns um jeden Preis kreativ sein!

Mit der Bitte um Mässigung, Ihr Mitbürger
Richard Salvisberg

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One thought on “Amphibien-Projekt im Seeburgpark

  1. Ernst Zülle Stadtrat Dep. Bau

    Sehr geehrter Herr Salvisberg

    Wir haben für Sie eine Antwort zu Ihrer Kritik veröffentlicht. Zukünftig wäre es ratsam sich bei der Bauverwaltung zu erkundigen bevor man die Arbeiten in Frage stellt.

    Es grüsst Sie

    Ernst Zülle Stadtrat Dep. Bau

    Bagger im Einsatz für die Artenvielfalt
    N am 5. DEZEMBER 2017 + von INFODIENST KREUZLINGEN C in STADTLEBEN, TOPAKTUELL : KOMMENTIEREN
    Kreuzlingen – Spezialisten führen derzeit Pflegearbeiten in den Amphibienteichen im Seeburgpark Kreuzlingen durch. Ziel dieser Massnahme ist der Erhalt der Artenvielfalt.

    Mit dem Bagger werden zugewachsene Weiher wieder geöffnet und damit wertvolle Lebensräume geschaffen. (Bild: NaturKonkret, Guido Leutenegger)

    Einzelne Gebiete im Seeburgpark, wie beispielsweise die Wollsau-Insel, die Weide beim Seemuseum und die Entenweiher beim Tierpark sind Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung und eigentliche «Hotspots» der Artenvielfalt.

    Um der Verlandung entgegenzuwirken sind mechanische Eingriffe in den Weihern unumgänglich. Ohne diese Massnahmen würden die offenen Wasserflächen kontinuierlich ab-, die Beschattung durch Schilf sowie andere Wasserpflanzen zunehmen, und die Artenvielfalt mindern. Um dies zu verhindern sind regelmässige Eingriffe notwendig; das Schilf wird mit einem Bagger zugunsten einer offenen Wasserfläche entfernt.

    Ausgeführt werden sie jeweils im Winter und in einem vorher bestimmten Teil der Flachweiher. Mit einem Bagger, der über eine ausreichende Armlänge verfügt wird vermieden, dass sich die Maschine im Wasser bewegen muss; so kann der Grund geschont und die Pflanzen mitsamt ihren Wurzeln aus dem Schlamm gezogen werden. Nur Spezialisten mit grosser Erfahrung in der Pflege von Naturschutzarbeiten können diese anspruchsvollen Arbeiten fachgerecht ausführen.

    Die Stadt Kreuzlingen fördert ihre Naturschutzgebiete durch solche gezielten Pflegeeingriffe und durch eine regelmässige Wirkungskontrolle.

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