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Gruppensieg dank Derbyerfolg

Handball – In einem hart umkämpften 1.-Liga-Spitzenkampf setzte sich der HSC Kreuzlingen am Ende mit 28:26 (11:14) gegen den SC Frauenfeld durch. Das Team von Trainer Andi Dittert hat sich damit den Gruppensieg gesichert und weiteres Selbstvertrauen für die Finalrunde getankt, welche im Januar beginnt.

Die Herren des HSC Kreuzlingen erlangen den Gruppensieg. (Bild: pixelio)

Die Kreuzlinger führen die Rangliste der 1.-Liga-Gruppe 1 vor ihrer letzten Partie in Appenzell am Samstag, 16. Dezember, mit 23:3 Punkten überlegen an. Dahinter hat auch der SC Frauenfeld, der nun beide Derbies gegen Kreuzlingen verlor, das Finalrunden-Ticket mit 17:7 Punkten auf sicher. Die besten Aussichten auf die beiden übrigen Tickets besitzen der SV Fides St. Gallen und die SG TV Appenzell (je 13 Punkte), weil der HC Romanshorn (10 Punkte) eine 32:35-Heimniederlage gegen Neuhausen hat einstecken müssen.

Kreuzlinger Ineffizienz
Die Gäste erwischten den besseren Start und lagen dank vielen Paraden von Keeper Patrick Murbach und einer schlechten Chancenauswertung des Leaders meist vorne. Die Kreuzlinger sündigten immer wieder im Abschluss und erzielten in den ersten 30 Minuten aus 29 Abschlüssen gerademal elf Treffer. In diesem Bereich überzeugte Frauenfeld mit 14 aus 20 wesentlich mehr. Die 14:11-Pausenführung der Kantonshauptstädter ging deshalb absolut in Ordnung.

Markante Steigerung
Während SCF-Trainer Oliver Roth mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein durfte, hatte sein Gegenüber Andi Dittert in der Pause viel Gesprächsstoff. Offenbar fruchteten die Worte des österreichischen Nationalteam-Rekordtorschützen, denn der Leader wusste sich in der zweiten Halbzeit markant zu steigern. Nach gut sechs Spielminuten war der Dreitore-Rückstand wettgemacht. Zwar lief beim Leader noch längst nicht alles rund, aber zumindest blieb er nun resultatmässig dran. HSC-Topscorer Fabian Schneider war es schliesslich vorbehalten, mit seinem 104. Saisontreffer sein Team erstmals wieder nach dem 4:3 (8.) in Führung zu bringen. Das Derby blieb aber bis tief in die Schlussphase hinein umkämpft. Auch nach dem 25:22 durch Milan Kozak mittels Gegenstoss war die Entscheidung noch immer nicht gefallen. Eine umstrittene Strafe gegen Kreuzlingen nützte der SCF zu zwei Penaltytreffern des Ex-Kreuzlingers Yves Petrig zum erneuten 25:24-Anschluss. Aber auch mit einer doppelten Manndeckung schafften die Frauenfelder den Ausgleich nicht mehr. Auch weil HSC-Keeper Holger Hug eine gute Leistung zeigte. Zwei Treffer von Jonas Heim zum 27:24 und 28:25 besiegelten schliesslich die zweite Saisonniederlage des SCF gegen den Kantonsrivalen.

Roganovic wechselt zum HC Arbon
Am Samstag, 16. Dezember, schliesst der HSC Kreuzlingen die 14 Spiele umfassende Hauptrunde in Appenzell ab. Dabei wird Abwehrspezialist Petar Roganovic seine letzte Partie für den HSC bestreiten. Nach 31 Spielen wechselt der Österreicher zum gleichklassigen HC Arbon. Der 1,98-Meter-Hüne soll mit seiner Routine den Oberthurgauern helfen, ab Januar den Klassenerhalt zu sichern. «Wir haben nach einer offiziellen Anfrage der Arboner Clubführung dem Wunsch des Spielers entsprochen,» betont HSC-Präsident Patrick Müller. Man wolle diesen Abgang baldmöglichst ädaquat kompensieren und sei bereits mit diversen Kandidaten im Gespräch. Dazu wird der letztjährige Goalgetter Noah Meisinger nach seiner langen Verletzungspause ins Team zurückkehren. Der Rückraumspieler hat von seinem Arzt grünes Licht erhalten und trainiert bereits wieder mit der Mannschaft.

HSC Kreuzlingen – SC Frauenfeld 28:26 (11:14)
Egelsee. – 220 Zuschauer. – Sr. Celentano/Huber.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 1-mal 2 Minuten gegen Frauenfeld.
Kreuzlingen: Perazic (1.-23./2 Paraden), Hug (23.-60./9 Paraden); Dedaj (8/1), Roganovic, Briegmann (2), Bär, Heim (3), Kappenthuler (2), Schneider (7/2), Zeller (3), Kozak (3).
Frauenfeld: Murbach (1.-38./55.-60./8 Paraden), Stokholm (38.-55./3 Paraden); Hasanovic (6), Reimann (1), Berger (4), Petrig (8/4), Bürgi, Geissler (5), Gessler (2), Rutschmann.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 3/4, Frauenfeld 4/4.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Meisinger und Gyuris (beide verletzt); Frauenfeld ohne Kipili (angeschlagen).

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