/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

«Ä badi für ali»

Kreuzlingen – «Eine Badi für alle lohnt sich», gibt Markus Baiker die Parole durch. Drei Monate vor der Abstimmung über die Sanierung und Erweiterung des Thermalbads Egelsee hat er als Präsident bereits ein Unterstützungskomitee formiert. Unter dem Slogan «ä Badi für ali» setzt sich die derzeit zehnköpfige Gruppe für das 35,5 Millionen Franken teure Projekt ein.

Wollen alle ein neues Egelseebad: (v.l.) Daniel Moos, Peter Ehrbar, Daniele Scardino, Peter Keller, Präsident Markus Baiker, Ruedi Herzog und René Imesch. (Bild: ek)

So vielfältig wie die Benutzergruppen des Thermalbad Egelsees sind auch die Mitglieder des Pro-Komitees. Ruedi Herzog setzt sich als Präsident vom Sportnetz Regio Kreuzlingen für eine geeignete Infrastruktur für Sportler ein: «Klar kostet die Erweiterung viel Geld. Doch dafür erhalten wir auch einen grossen Gegenwert.»

Gemeinderat Daniel Moos überzeugt das Energiekonzept: «Die anfänglichen Investitionen sind zwar höher, doch nehmen die Betriebskosten dadurch ab», erklärt der Energieberater. René Imesch sieht in der Erweiterung ein Generationenprojekt: «Mit diesem Bad tun wir nicht nur etwas für uns, sondern auch für unsere Nachkommen.» Peter Keller treibt als Privatmann Wassersport. Nur findet er derzeit fast keine Gelegenheit dafür: «Ich muss jeweils regelrecht nach einem freien Zeitfenster suchen, um ein paar Längen zu schwimmen», so Keller. Dass die Bevölkerung in Zukunft den ganzen Tag über Zugang zum Bad haben soll, ist für ihn Grund genug, sich für das Projekt starkzumachen. Aufklärungsarbeit über die komplexe Botschaft gebe es noch genug. «Viele Badbesucher wollen nicht, dass sich etwas ändert. Doch falls das Projekt abgelehnt wird, schliesst das Egelsee sicher für eineinhalb Jahre», gibt Baiker zu bedenken.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.