/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Forza Centro Italiano!

Kreuzlingen – Kein Zweifel: Kreuzlingen steht voll und ganz hinter dem Centro Italiano. Der Gemeinderat genehmigte gestern die Änderung des Baurechtsvertrags einstimmig.

Die Bocciahalle des Centro Italiano wird zur Multifunktionshalle für Events ausgebaut. Draussen entsteht eine überdachte Bocciabahn. (Bild: sb)

Der Gemeinderat unterstützt die Ausbaupläne des Centro Italiano (wir berichteten). Auch kleine Verbesserungen an der Botschaft des Stadtrates, welche die Kommission Allgemeines und Administratives beantragte, genehmigte das Stadtparlament einstimmig. Diese betrafen unter anderem die Gebrauchs- und Nutzungsüberlassung. So darf der Centro-Verein als Dachverband die Hoheit über die Anlage auf einen der ihm angeschlossenen Vereine übertragen. Setzt der Verein allerdings einen externen Dritten ein, muss er zuvor den Stadtrat fragen.

Alle lieben das Centro Italiano
Von den Fraktionen gab es viel und mitunter überschwängliches Lob für die Institution Centro Italiano zu hören. «Alle hier Anwesenden haben dort schon mal einen schönen Abend verbracht», war sich Cyrill Huber sicher. Für die SP sei es nicht nur die Mischung aus Gastro, Events und Sport, die den Ort so reizvoll macht. Hier schlage noch «das italienische Herz mit Temperament und Feuer», so Huber. «Das Clubhaus der Italienergemeinde», befand Thomas Dufner für die CVP, «ist auch ein wichtiger öffentlicher Treffpunkt – ein Wahrzeichen der Integration.» René Knöpfli (FDP/EVP) tat die Meinung seiner Fraktion kund: «Für die Leistungen, welche das Centro erbringt, möchten wir uns bedanken.» Um seine Existenz zu sichern, sei der verhältnismässig grosse Zustupf für den Neubau einer Aussen-Bocciabahn gerechtfertigt.

Barbara Hummel (SVP) lobte ebenfalls die integrierende Funktion. Ihre Fraktion hätte es allerdings begrüsst, wenn die Finanzierung der Multifunktionshalle weniger kompliziert und «fertig durchdacht» gewesen sei. Statt erneut Geld zu sprechen, hätte der Stadtrat besser das bereits offene Darlehen vom alten Neubau erlassen können, sprach die Gemeinderätin einen weiteren Kritikpunkt an.

Auch die Fraktion Freie Liste/Rägäbogä hob letztendlich einstimmig die Hand, obwohl sie den Vereinsbeitrag von 75’000 Franken durchaus grosszügig bemessen fand. «Eine solche Subvention sind sich sonst nur die Eisläufer gewohnt», verglich Urs Wolfender.

Vize-Stadtpräsidentin Dorena Raggenbass kam vor der Schlussabstimmung noch auf das erwähnte bestehende Darlehen zu sprechen. Dieses belaufe sich auf über 90’000 Franken und sollte vom Verein innerhalb von neun Jahren abgezahlt werden. «Darlehen erlassen wir nur in Sonderfällen, wenn etwas Dramatisches passiert oder sich der Verein auflöst», so Raggenbass.

Gut gemacht: Die Ausstellung der Kreuzlinger Maturandin Emma-Emily Wolf im Trösch (wir berichteten) hat grossen Anklang gefunden. Wie Vize-Stadtpräsidentin Dorena Raggenbass gestern mitteilte, denkt der Stadtrat über eine zukünftige Zusammenarbeit nach. So würde Wolfs historische Spurensuche bestehende Ausstellungen und Sammlungen (etwa im Museum Rosenegg) sehr gut ergänzen. Gemeinderat René Knöpfle (FDP) hatte zuvor nachgefragt, ob eine Übernahme der Ausstellung in den Fundus der Stadt oder eine Aufwandsentschädigung für die Schülerin drin liegen.

Insgesamt 18 Einbürgerungen nahm der Gemeinderat vor – so viele wie noch nie in seiner parlamentarischen Laufbahn, sagte Gemeindratspräsident Daniel Moos.

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