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Bürgergemeinde blickte zurück

Salenstein – Da Sylvester 2017 auf einen Sonntag fiel, musste die Bürgergemeinde Salenstein ihre traditionelle Sylvestergemeinde um einen Tag vorverlegen. Diese Situation ist in diesem Jahrhundert erstmals im Jahre 2000, dann 2006 und nun 2017 eingetroffen. (Jakob Diezi)

Bürgerpräsident Roland Ilg und Jungbürger Fabian Hutterli (r.). (Bild: zvg)

35 Bürgerinnen und Bürger besuchten diesen Anlass, der zum zehnten Mal seit der Zusammenlegung der drei Bürgergemeinden Salenstein, Mannenbach und Fruthwilen, im August 2007, im ehemaligen Oberschulhaus abgehalten wurde. Bürgerpräsident Roland Ilg begrüsste die Versammlungsteilnehmerinnen und Versammlungsteilnehmer mit einem kurzen Rückblick auf verschiedene Ereignisse des vergangenen Jahres. Konflikte an verschiedenen Orten der Welt und daraus entstehende Flüchtlingsströme, deren Probleme niemand zu lösen vermag, Angst vor Terrorismus, wo niemand weiss, wie man die Selbstmordattentäter stoppen kann, waren die markantesten Beispiele. Zu reden gaben auch Naturkatastrophen. Besonders die Frostnächte im April und die Sturmnacht vom 1. auf den 2. August wo auch der Bürgerwald betroffen war. Dieser Sturm hatte die ganze Holzschlag Planung für den Winter 2017/2018 durcheinander gebracht.

Am 30. Dezember waren 128 Bürgerinnen und Bürger in der Einheitsgemeinde Salenstein wohnhaft, davon 113 Stimmberechtigte. Als Neubürger konnte Fabian Hutterli vom Präsidenten Roland Ilg ins aktive Bürgerrecht aufgenommen werden. Roland Ilg überreichte dem jungen Mann die Gemeindeordnung und das Buch «Zeitreisen am Bodensee». Er machte ihn darauf Aufmerksam, dass er ab dem 1. Januar 2018 Stimm- und Wahlberechtigt sei und somit auch Anteilsberechtigt am Bürgergut ist und ermunterte ihn dieses Recht auch aktiv zu leben.

Anschliessend wurde dem Kauf von 8310 Quadratmeter Wald, welches den Bürgerwald angrenzt, zugestimmt. Waldverwalter Karl Ilg orientierte über Angelegenheiten aus dem Wald. In allen Teilen des Waldes wütete der Sturm in der Nacht vom ersten auf den zweiten August und richtete überall Schaden an. Aus diesem Grunde mussten die vorgesehenen Schläge zurückgestellt werden. Normalerweise werden rund 1600 m³ Holz geschlagen. Mindestens 1000 Kubikmeter wurden vom Sturm umgelegt. Da sich die Sturmschäden auf die ganze Waldfläche verteilten, wurde die Holzerei für den Förster zu einer organisatorischen Herausforderung. Zum Glück blieb man, entgegen der Befürchtungen vom Borkenkäfer verschont. Die Holzermannschaft, die normalerweise im Winter im Einsatz ist, war flexibel, und räumte innert kürzester Zeit die Durchgangswege von umgefallenen Bäumen.

Präsident Roland Ilg teilte zum Schluss noch mit, dass mit der Schlusssitzung vom 12. Dezember 2017 die Güterzusammenlegung in Salenstein endgültig abgeschlossen wurde. Er forderte alle auf, bei eventuellen Bauten, Schweizer Holz zu verwenden. Sollte jemand Wald verkaufen, sei die Bürgergemeinde immer Interessiert. Zum Abschluss des Sylvestertreffens, wechselten die Bürgerinnen und Bürger ins Restaurant Löwen, Mannenbach, wo allen die traditionelle Salzisse mit Salaten serviert wurde.

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