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Letzte Chance auf Literatur in den Häusern

Konstanz – Literatur in den Häusern findet im Februar bereits zum 16. Mal statt und bietet die Möglichkeit, die Ensemblemitglieder des Theater Konstanz abseits der Bühne kennenzulernen: ein ganz besonderes Literaturerlebnis in wohnzimmerlicher Gemütlichkeit.

Bei Literatur in den Häusern lesen Schauspieler ihre Lieblingstexte. (Bild: zvg)

Dabei funktioniert das Format so, dass die Zuhörerinnen und Zuhörer ihren Lieblingstext wählen und erst beim Kauf der Eintrittskarte erfahren, in welche Wohnung es sie verschlagen wird. Höhepunkte aus dem diesjährigen Programm sind unter anderem die folgenden Lesungen.

Über das Leben in einem fernen Land erzählt Martin Gumperts «Berichte aus der Fremde», aus dem Ralf Beckord am 4. Februar in Konstanz lesen wird. Gumperts Gedichte schildern die Situation des Exilanten, den Zwiespalt seiner Gefühle, seine Entwurzelung und Heimatsehnsucht und seine Versuche der Integration. Die Grenzen des Bekannten überwindet auch ein altes Quadrat in Edwin A. Abbotts Science Fiction-Klassiker «Flächenland», aus dem Thomas Fritz Jung gleich zweimal lesen wird, in Konstanz am 4. Februar und am 18. Februar auch in Kreuzlingen. Thomas Fritz Jung fasziniere vor allem dieses Gedankenspiel über unsere begrenzte Welt hinauszudenken. Vanessa Radman wählt für die Lesung am 4. Februar in Konstanz einen Klassiker: «Schuld und Sühne» von Fjodor M. Dostojewskij, in dem sie ihre erste Liebe gefunden habe, zu der sie immer wieder zurückkehre. Von der Veröffentlichung brisanter Details und deren Folgen berichten gleich zwei Werke aus dem Programm: Zum einen Johannes Krams «Seite Eins», gelesen von «Schlagzeilenvoyeurist» Florian Rummel, ein gleichermassen unterhaltsamer wie bitterböser Monolog, der die zum Teil verantwortungslose Maschinerie moderner Massenmedien entlarvt. Zum anderen das «Tagebuch der Brüder Goncourt: Eindrücke und Gespräche bedeutender Franzosen aus der Kriegszeit 1870/1871», gelesen von Tomasz Robak: «Die heutige Gesellschaft erkennt sich wieder, in diesem zynischen Text, der ursprünglich nicht zur Veröffentlichung gedacht war.» Beide Lesungen finden ausschliesslich am 4. Februar in Konstanz statt.

Gelesen wird in Konstanz am 4. Februar und in Kreuzlingen am 18. Februar. Die Lesungen beginnen an den jeweiligen Orten zeitgleich um 18 Uhr. Anschliessend haben alle die Möglichkeit, den Abend bei der Salon-Nacht gemeinsam ausklingen zu lassen und sich so über das Gehörte auszutauschen.

Karten gibt es bis einen Tag vor der Lesung an folgenden Vorverkaufsstellen zu kaufen:
Konstanz: Theaterkasse, Konzilstrasse 1, Tel. +49 (0)7531 900-150
Kreuzlingen: Buchhandlung Bodan, Hauptstrasse 35, Tel. +41 (0)71 6721112
www.theaterkonstanz.de

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