/// Rubrik: Topaktuell | Vereine

Theater bei der Neujahrsbegrüssung

Kreuzlingen – An der jährlichen Neujahrsbegrüssung der SP Kreuzlingen konnte der Präsident Cyrill Huber ein interessiertes Publikum begrüssen. Denn nicht nur der kleine Jahresrückblick, sondern vorallem auch die Information über die anstehende Ortsplanungsrevision und das Intermezzo von Christoph Nix für Ihre Projekte im Verein Theater in Afrika rundeten den Abend ab.

Christoph Nix präsentierte beim SP Neujahrsanlass ein Projekt zu Theater in Afrika. (Bild: zvg)

Gemeinderätin und Architektin Elina Müller präsentierte fachkundig den Anwesenden die wesentlichen Merkmale der kommenden Ortsplanungsrevision. Im Vorfeld verfasste die SP-Fraktion zu dieser Ortsplanungsrevision eine Vernehmlassung und setzte dabei aus Sicht der SP einige Schwerpunkte: Elina Müller ist für die SP ein Mitglied in der Spezialkommission Ortsplanungsrevision und SP-Gemeinderat Hanns Wipf präsidiert diese Kommission. In der anschliessenden Fragerunde konnten einige Ängste und Gerüchte berichtigt werden. Doch es zeigte sich auch bei den Anwesenden, dass in den kommenden Monaten in dieser Kommission noch einige kritische Punkte bereinigt werden müssen.

Lebhaft wie stets schilderte Dr. Christoph Nix, Intendant des Theater Konstanz, die aktuellen Initiativen des Vereins Theater in Afrika: «Und wofür machen wir alle, ihr wie wir, dieses ganze Theater, das wir doch gar nicht machen müssten? Damit wir bei wichtigen Sachen, die für uns alle von Bedeutung sind, nicht einsam sind. Damit wir uns begegnen können.» Mit dem Verein verwirklichen Dr. Nix und sein Ensemble mit Menschen aus Afrika und Konstanz/Kreuzlingen sehr beherzte Theaterprojekte in Afrika – derzeit vor allem in Burundi und Malawi – und bei uns am Bodensee.

Im Anschluss an sein emotionsgeladenes Statement über die vielen durchgeführten und die weiteren angedachten Projekte überreichte ihm der SP-Fraktionspräsident Ruedi Herzog einen Zustupf von 400 Euro für weitere Inspirationen und Taten mit dem Verein Theater in Afrika.

Das Afrika-Projekt des Theater Konstanz

Das Theater Konstanz engagiert sich bereits seit knapp neun Jahren in afrikanischen Ländern. Motor dieser Entwicklung ist Dr. Christoph Nix, der zunächst auf einer Togo-Reise den togolesischen Schauspieler Ramsés Alfa kennlernte (aktuell zu sehen in «Nathan der Weise»). Diesen holte er ans Konstanzer Theater, wo er seither immer wieder als Regisseur und Schauspieler gastiert. Danach entwickelten sich weitere Projekte mit Burundi (dem Partnerland Baden-Württembergs), das aktuell in einem grossen Projekt von der Bundeskulturstiftung gefördert wird. Ferner unterhält das Theater Konstanz Arbeitsbeziehungen nach Malawi, wo es vergangenes Jahr mit dem Stück «Angst Essen Seele Auf» durch das Land tourte und Theaterworkshops anbot.

Aus diesem Engagement heraus hat sich 2015 der Verein Theater in Afrika e.V. gegründet. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt Theater als Mittel der Verständigung, der Geschichtsbewältigung, des Friedenserhalts und auch der künstlerischen Freude in Afrika zu stärken. Der Verein möchte mittelfristig eine Theatergebäude in Malawi und Togo kaufen oder errichten, in dem die Partnergruppen des Theater Konstanz spielen können. Ferner unterstützt der Verein die Gruppen mit Logistik (aktuell haben wir Scheinwerfer gesammelt und sind dabei diese nach Burundi zu verschiffen), Ausbildung (beispielsweise bei uns im Malsaal oder der Schlosserei,) Kooperationsprojekten und vor allem auch Workshops mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Flüchtlingscamps.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.