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Dank Putin neue Arbeitsplätze in Kreuzlingen

Leserbrief – Die Freude über den Millardendeal der Mowag und die damit verbundenen neuen Arbeitsplätze in Kreuzlingen hat einen Haken. Rumänien und die Nato rüsten auf, weil die Angst vor Putin zu gross ist. (Pius Widmer)

(Bild: archiv)

«Die Rumänische Armee bestellt bei der Mowag in Kreuzlingen Piranhas im Wert von einer Milliarde US-Dollar», so lautete die Freudenbotschaft der amerikanischen Rüstungsfirma. Die Geschäftsleitung rechnet mit 40 bis 50 zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Schweiz. Toll! Doch wozu braucht die rumänische Armee plötzlich 227 zusätzliche Panzerfahrzeuge? Dumme Frage! Seit 1989 hat sich Rumänien politisch den westeuropäischen Staaten angenähert und wurde als erstes Mitglied der NATO (2004), erst dann der EU (2007). Das hat Putin bestimmt nicht gefallen. Man muss damit rechnen, dass er Rumänien – wie schon die Ukraine – besetzen könnte. Die NATO rüstet daher an der Grenze zu Russland auf. In den baltischen Staaten, in Polen und in Rumänien sind multinationale Kampftruppen mit jeweils 1000 Soldaten stationiert worden. Zudem soll die Nato-Präsenz im Schwarzen Meer verstärkt werden: mehr Schiffe, mehr Flugzeuge, mehr Panzerfahrzeuge, mehr Militärübungen – so einfach ist das. Diese Hintergründe und wer die ganze Zeche bezahlen darf, werden uns in der Medienmitteilung der Firma selbstverständlich vorenthalten. Hauptsache: Die Angst vor Putin bringt Kreuzlingen Arbeit: Kreuzlingen first! Und überhaupt: wir waren schon immer für den Frieden!

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