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Lesungen mit Überraschungseffekt

Kreuzlingen/Konstanz – Das Konzept ist einfach: Ein Wohnzimmer, ein Lesender, ein gutes Buch und rund 20 Besucher – daraus ergeben sich interessante Lesungen in gemütlichem Ambiente. Die Veranstaltung «Literatur in den Häusern» möchte genau das am 4. und 18. Februar wieder erreichen.

Paul Stähli (links) war schon mehrfach Gastgeber bei Lesungen. (Bild: jl)

Das Theater Konstanz veranstaltet zusammen mit der Gesellschaft für Musik und Literatur Kreuzlingen (GML) das 16. Mal in Folge «Literatur in den Häusern». Insgesamt 27 Ensemblemitglieder des Theaters lesen in 24 Konstanzer und neun Kreuzlinger Privatwohnungen. «Für mich ist das jedes Mal ein Erlebnis, egal ob als Gastgeber oder als Gast. Es erwartet einen immer etwas Anderes», sagt Paul Stähli, Mitorganisator aus den Reihen der GML. Ramona Wartelsteiner, Referentin des Theaterintendanten Nix, bestätigt: «Der Überraschungseffekt macht das Projekt besonders spannend.»

Und tatsächlich: Hörer, die sich für eine Lesung interessieren, wissen erst nach Kauf ihres Tickets, in welchem Wohnzimmer sie sitzen werden. «Wir wollen, dass die Leute sich in erster Linie für das Gelesene und nicht die Wohnung interessieren», so Stähli. Jedes Jahr können Interessenten ihren Wohnraum zur Verfügung stellen und somit Teil von «Literatur in den Häusern» werden. Wie die Gastgeber die Rahmenbedingungen gestalten, ist ihnen selbst überlassen.

Was vorgetragen wird, entscheiden die Lesenden selbst. Das können Werke sein, die sie selbst mögen oder teilweise auch Bücher, die sie selbst geschrieben haben, wie etwa im Fall der Lesung von Theaterintendant Christoph Nix. Dieser wird sowohl am 4. Februar, als auch am 18. Februar aus seinem neuen Roman «Muzungu» lesen.

Nur noch wenige Tickets
In Kreuzlingen liest beispielsweise André Peter Rohde aus «Kaputt in Hollywood» von Charles Bukowski. Laura Lippmann widmet sich dem Buch «Ein ganzes Leben» von Robert Seethaler, das nach ihrer Meinung «eine wunderbar und berührend erzählte Geschichte eines Lebens» ist. Wer sich für Science-Fiction-Literatur interessiert, sollte Thomas Fritz Jung lauschen, der aus «Flächenland» von Edwin A. Abbott lesen wird. Auch für Frank Lettenewitschs Lesung aus «Was davor geschah» von Martin Mosebach, gibt es noch Karten.

Die Lesungen am 4. Februar finden in Konstanz statt, am 18. Februar gibt es in Konstanz und in Kreuzlingen Lesungen. An der Salon-Nacht haben Hörer nach den Lesungen die Möglichkeit, sich im Restaurant Patronentasche (Konzil) oder im Hotel Kreuzlingen zu treffen und auszutauschen. Der Vorverkauf hat bereits gestartet. An der Theaterkasse in Konstanz und in der Buchhandlung Bodan AG Kreuzlingen kann man die Tickets kaufen. Online können aufgrund der limitierten Anzahl an Plätzen keine Tickets erworben werden. Interessierte müssen sich beeilen, denn für einige Veranstaltungen in Kreuzlingen gibt es bereits keine Karten mehr. Das komplette Programm ist unter www.literatur-in-den-häusern.de zu finden.

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