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Lebt in Güttingen eine Heldin?

Güttingen – Am Freitag, 2. Februar, wird das Radio SRF 1 zusammen mit «Schweiz aktuell» den «Helden des Alltags» küren. Margrit Bischofberger aus Güttingen ist eine der drei Nominierten.

Margrit Bischofberger (63) ist das Gesicht des Frauenvereins Güttingen. (Bild: SRF/Oscar Alessio)

Wenn man sich einen typischen Helden aus der Fiktion vorstellt, trägt dieser meist ein tolles Kostüm. Alltagstauglich ist das nicht, aber gibt es auch Helden ohne Umhang? SRF 1 und «Schweiz aktuell» sind sich sicher: Es gibt die «Helden des Alltags» und küren seit einigen Jahren Menschen, die sich ehrenamtlich in der Schweiz engagieren. Aus 300 Vorschlägen hat eine Jury, bestehend aus Theres Arnet-Vanoni, Präsidentin Benevol Schweiz, Daniela Lager, Journalistin und Moderatorin bei SRF 1, Mundartmusiker Trauffer und dem «Helden des Alltags» 2016, Thomas Niederer, drei Finalisten gekürt.

Die Finalisten
Nominiert ist auch Margrit Bischhofberger aus Güttingen, die es sich trotz ihrer Geschäftsführer-Tätigkeit im Sunnehüsli nicht nehmen lässt, sich im Dorf zu engagieren. Zwölf Jahre lang war sie die Präsidentin des hiesigen Frauenvereins und ist noch immer ein beliebtes Mitglied. Sie startete Projekte wie das Bücherhäuschen am See, von dem Interessierte Bücher mitnehmen und andere Bücher bringen dürfen. Auch die «Besorgungs-Tour» war ihre Idee, dabei unterstützt sie Menschen bei ihren Einkäufen, wenn die das allein nicht mehr können. Des Weiteren greift sie dem Frauenverein weiterhin tatkräftig unter die Arme.

Auch Ligia Vogt aus dem Aargau ist im Finale. Ihr Anliegen ist es, Migrantinnen in der Schweiz eine Perspektivem zu bieten. Da sie selbst aus Venezuela in die Schweiz kam und am eigenen Leib erfahren musste, dass ihr venezolanisches Studium der Erziehungswissenschaften hier keine Aussicht bot, gründete sie 2005 die Organisation Nosotras Aargau. Dort bietet sie Einwanderinnen Hilfestellungen in Form von Sprach- und Computerkursen an. Auch Problembewältigung im Alltag ist ein Thema der Organisation.

Der dritte Nominierte ist Markus Walster aus dem Kanton St. Gallen, der mit seinem Engagement und Durchhaltevermögen eine Seilbahn aus Zeiten des zweiten Weltkriegs gerettet und wieder in Betrieb genommen hat. Zusammen mit rund 70 Freiwilligen, vor allem Rentnern, betreibt er die Seilbahn Palfries und bietet so Besuchern eine atemberaubende Aussicht in den Bergen.

Bis zum Sendungsbeginn am Freitag, 2. Februar, um 19 Uhr kann man seine Stimme für seinen Favoriten abgeben unter: www.srf1.ch

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