/// Rubrik: Kultur

Nachbarländer arbeiten zusammen

Konstanz – Die städtischen Museen Konstanz ziehen ein zufriedenes Resümee aus dem vergangenen Jahr. Für 2018 sind einige grenzübergreifende Projekte geplant.

Martina Kroth, Dr. Tobias Engelsing und Dr. Barbara Stark (v.l.n.r.) mit einem Portrait von Henriette Venedey aus der Ausstellung «Charakterköpfe». (Bild: jl)

Das vergangene Jahr lief für Museen in Deutschland eher schlecht. «Landesweit ist ein Rückgang von 2,5 Millionen Besuchern zu verbuchen, vor allem mittelgrosse Städte sind betroffen», stellt der Direktor der städtischen Museen Konstanz (SMK), Dr. Tobias Engelsing, dar. Mit Erleichterung könne er sagen, dass dieser Trend in Konstanz nicht zutreffe und ein kleiner Anstieg der Besucher um 3000 Personen im Vergleich zum Vorjahr erreicht wurde. Vor allem das Konziljubiläum bringe immer wieder kulturbegeisterte Touristen in die Stadt, davon ist Engelsing überzeugt.

Austausch ist wichtig
Besonders freut sich der Kunstkenner über die Deutsch-Schweizerische Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Die Sonderausstellung zum Thema «Heimat Alpstein – Appenzeller und Toggenburger Bauernmalerei» war bei den Besuchern von beiden Seiten der Grenze beliebt. «In einer Zeit, in der wir Konstanzer sehr von der Schweiz profitieren, darf der Austausch mit dem Nachbarland nicht vernachlässigt werden», betont der Direktor. Auch Dr. Barbara Stark, Leiterin der Wessenberg-Galerie und stellvertretende Direktorin der SMK, unterstützt die grenzübergreifende Zusammenarbeit. Bis Frühjahresende sollen die Werke von Ernst Würtenberger, der als deutscher Künstler lange Zeit in Zürich lebte, ausgestellt werden.

Ausserdem ist ab 28. Juni eine weitere grenzüberschreitende Ausstellung mit dem Namen «Charakterköpfe – Bodenseegeschichte in Portraits, Miniaturen und frühen Fotografien» geplant. Das Rosgartenmuseum möchte mit dieser Exposition ab Juli auf Persönlichkeiten in der Bodenseeregion eingehen. «Ich freue mich, dass wir auch Familiengemälde aus der Schweiz ausgeliehen bekommen. Das Museum Rosenegg wird Kunst zur Verfügung stellen, aber auch private Liebhaber aus Steckborn, Tägerwilen oder Gottlieben unterstützen unser Vorhaben», sagt Engelsing.

Im Bodensee Naturmuseum Konstanz freut sich die Leiterin Martina Kroth über Kooperationen mit Heiko Hörster. Der Kreuzlinger sammelt seit langer Zeit Federn von verschiedenen Vögeln aus der Region. Rund 50 Gefieder und Einzelfedern stellt das Bodensee Naturmuseum ab dem 17. März unter dem Thema «Ab in die Federn! Wie Vögel sich schmücken, tarnen und fliegen» aus. Die Federsammlung wird mit Vogelpräparaten aus der biologischen Lehrsammlung der Universität Konstanz ergänzt.

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