/// Rubrik: Sport | Topaktuell

Dem Verletzungspech zum Trotz

Handball – Die 1.-Liga-Männer des HSC Kreuzlingen bleiben auf Erfolgskurs. Sie besiegten gestern, 3.Februar, auswärts den Tabellenzweiten TV Muri mit 29:26.

Der HSC verbesserte sich im Vergleich zur ersten Halbzeit in allen Bereichen. (Bild: Gaccioli/hsc-kreuzlingen.ch)

Drei gewichtige Ausfälle (unter anderem Liga-Topscorer Fabian Schneider), zwei verschossene Penalties, sechs Zweiminutenstrafen mehr als der Gegner – eigentlich kann man unter diesen Voraussetzungen den Spitzenkampf der 1.-Liga-Finalrunde beim heimstarken Tabellenzweiten nicht gewinnen. Umso höher ist die Leistung der Kreuzlinger einzustufen, dass sie am Ende allen Schwierigkeiten zum Trotz doch noch als Sieger vom Feld gingen. Notabene gegen einen Widersacher, dem man in der letzten Saison in der Finalrunde zweimal unterlag. «Die Mannschaft hat sich den vierten Sieg im vierten Finalrundenspiel dank einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, vor allem in der Offensive und bei den Torhütern, absolut verdient», zeigte sich HSC-Präsident Patrick Müller kurz nach Spielende mit dem Auftritt sehr zufrieden.

Als einziges aller 16 Teams in den beiden Finalrunden-Gruppen steht der HSC Kreuzlingen damit nach vier Spieltagen mit dem Punktemaximum da. Nach einem freien Wochenende folgt am Samstag, 17. Februar, der nächste Spitzenkampf gegen den letztjährigen NLB-Playoff-Teilnehmer Seen Tigers Winterthur. Die Partie wird um 20 Uhr in der Sporthalle Egelsee angepfiffen. Bis dahin sollten zumindest zwei der drei derzeit verletzten Spieler wieder einsatzfähig sein.

Gastgeber mit viel Zuversicht
Die Aargauer starteten zwar mit einer unglücklichen 28:29-Heimniederlage gegen den SC Frauenfeld in die Finalrunde, tankten zuletzt aber dank Siegen über Appenzell (33:30) und in Uster (26:22) neues Selbstvertrauen. Jedenfalls rechneten sich die Freiämter durchaus Chancen aus, die Kreuzlinger zum dritten Mal in Folge zu bezwingen. Zwar erwischten der HSC dann aber den besseren Start (6:3 nach sieben Minuten), doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kamen die beiden TVM-Goalgetter Carlo Femiano und Jonas Heusi immer besser in Fahrt. Sie waren mit zusammen elf Treffern beinahe alleine verantwortlich für die 13:11-Pausenführung der Gastgeber. Beim HSC passte dagegen nach dem guten Auftakt wenig zusammen. Bis zur Halbzeit hatten sie viermal mehr technische Fehler auf ihrem Konto als der Gegner.

Starke Reaktion
Die Kreuzlinger schienen die Absenz ihres Topscorers und des starken Kreisläufers noch nicht wegstecken zu können. Über den Kampf fand das Team von Trainer Andi Dittert dann aber immer besser ins Spiel. Insbesondere die offensive Wirkungskraft von Femiano konnte nun eingedämmt werden. Der HSC verbesserte sich im Vergleich zur ersten Halbzeit in allen Bereichen. Durch einen Treffer des Ersatzflügels Istvan Fekete zum 16:15 ging er in der 37. Minute erstmals wieder in Führung. Danach entwickelt sich ein Duell mit viel Kampf und noch mehr Emotionen. Mit Vorteilen für die Thurgauer, auch wenn sie mehr Strafen kassierten. Muri scheiterte Mitte der zweiten Halbzeit nicht weniger als fünfmal in Serie an HSC-Keeper Holger Hug. Die Paraden des Routiniers nutzten die Kreuzlinger, um auf 23:19 (48.) wegzuziehen. Zwar stemmten sich die Aargauer vehement gegen die Niederlage, doch auch eine Spezialbewachung auf HSC-Spielmacher Valon Dedaj leitete die erneute Wende nicht mehr ein. In der Schlussphase übernahm der junge Noah Meisinger mehr Verantwortung und führte sein Team schliesslich sicher zum vierten Finalrundensieg.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.