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HSC-Frauen stehen im Cup-Halbfinal

Handball – Die Kreuzlinger HSC Frauen haben gestern, 3. Februar, Clubgeschichte geschrieben. Zum erstmaligen Halbfinaleinzug im Schweizer Cup brauchte es allerdings einen Kraftakt.

Die Kreuzlingerinnen haben sich ins Halbfinale gekämpft. (Bild: zvg)

Damit es für den NLA-Fünften bei der HSG Leimental am Ende doch noch zum erhofften Einzug unter die letzten Vier im Schweizer Cup gereicht hat, brauchte es eine starke Schlussphase und eine Glanztat der jungen Torfrau Andjela Roganovic. Die 18-Jährige parierte in der letzten Sekunde einen Penalty der Basler Topscorerin Selina Lorenz, die zuvor sechs ihrer sieben Penalties verwertet hatte. HSC-Trainerin Kristina Ertl freute sich über die Reaktion ihrer Mannschaft auf den überraschenden Viertore-Rückstand nach dem Seitenwechsel: «Die Spielerinnen haben sich toll aus diesem Zwischentief gekämpft und sich auch durch die einseitige Strafenverteilung der Unparteiischen nicht entmutigen lassen.» Insgesamt musste der HSC während beinahe einer Viertelstunde in Unterzahl agieren. Im Halbfinal wartet nun auf die Kreuzlingerinnen ein Team aus dem Top 4 der höchsten Spielklasse. Schaffen sie auch diesen Coup, winkt in der nächsten Saison die Europacup-Teilnahme.

Nur Startviertelstunde nach Plan
Die Thurgauerinnen wussten um die keinesfalls einfache Viertelfinal-Aufgabe im Binningen. Der Gastgeber hat sich souverän für die Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB qualifiziert und gilt als ernstzunehmender Herausforderer der vier oberklassigen Teams. In der Startphase zeigte der HSC allerdings auf, weshalb er die NLA-Hauptrunde auf dem fünften Rang abgeschlossen hat. Vom 4:4 (siebte Minute) zog er auf 13:5 weg. «Bis dahin konnten wir unseren Plan hundertprozentig umsetzen», blickt Trainerin Ertl zurück. Doch mit der ersten Unterzahl geriet Sand ins Getriebe. Die Unterklassigen starteten eine eindrückliche Aufholjagd und schafften bis zur Pause sogar den 17:17-Ausgleich. Und Leimental nahm den Schwung gleich mit in die zweite Halbzeit. In den ersten knapp 200 Sekunden gelangen den Baslerinnen vier Treffer in Serie und die mitgereisten HSC-Fans mussten um ihre Mannschaft bangen.

Packende Schlussphase
Diesem Rückstand liefen die Kreuzlingerinnen lange hinterher. Erst mit dem dritten Treffer von Torfrau Andjela Roganovic ins verlassene Basler Gehäuse – die Gastgeberinnen griffen immer wieder mit einer zusätzlichen Feldspielerin anstelle der Torhüterin an – schaffte der HSC gut siebeneinhalb Minuten vor dem Ende wieder den Gleichstand. Beim Stand von 29:28 und einer weitere Strafe gegen die Thurgauerinnen zeigte der Unterklassige aber Nerven. Kreuzlingen legte zweimal vor und verteidigte schliesslich den 32:31-Siegtreffer von Katharina Winger in den letzten 88 Sekunden mit tollem Kampfgeist. Bis Torfrau Roganovic mit ihrem dritten gehaltenen Penalty das Happy End sicherstellte.

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