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Mit Schwung aufs Viadukt

Kreuzlingen – Der Gemeinderat hat 520'000 Franken bewilligt, um die Berneggstrasse weg vom Schloss Bernegg an die Bahngleise zu verlegen. Die Arbeiten beginnen jedoch frühestens 2019.

Mittels einer Stützkonstruktion sollen Velofahrer in Zukunft problemlos auf das Viadukt Sauloch hinauffahren können. (Bild: ek)

«Das Schloss Bernegg ist eins der Bijous unserer Stadt», leitete Christian Forster als Präsident der vorberatenden Kommission Werke, Bau, Umwelt die Botschaft an den Gemeinderat ein. 520’000 Franken sollte dieser genehmigen, um die Berneggstrasse samt Radweganschluss an die Bahngleise zu verlegen. Das würde dem  Schloss und seiner Besitzerin, der Merhart’schen Stiftung die Möglichkeit bieten, das Gemäuer sowie den Schlosspark wieder zu seinem alten Glanz zu verhelfen.

2012 befand der Gemeinderat schon einmal über diese Idee, damals schien sie noch nicht genug ausgereift und in weiter Ferne zu liegen. Nun seien die Pläne konkreter und auch der Bundesbeitrag im Rahmen des Agglomerationsprogramms 2019 realistischer geworden. Diese sehen einen Veloweg zwischen Lengwil und Tägerwilen vor. Mit dem nun zu schliessenden Teilstück rückt dieser näher. 100’000 Franken aus Bern stehen für das Bauprojekt in Aussicht.

Guter Deal für die Stadt
Anders als vor sechs Jahren stimmten diesmal praktisch alle Fraktionen der Vorlage zu. «Der Stadtrat hat diesmal besser verhandelt», lobte Alexander Salzmann im Name der FDP/EVP- Fraktion die Kostenverteilung. «Die Strassenführung am Bahngleis entlang ist plausibel», sagte Markus Brüllmann für die SP-Fraktion. «Es wäre jedoch schön, wenn der Park bei besonderen Anlässe für die Öffentlichkeit zugänglich ist», wünschte er sich.

Eine kleine Kritik brachte Alfredo Sanfilippo für die Fraktion CVP ein: «Die Lage der geplanten Unterflurcontainer scheint uns zu weit weg zu sein.» Ein Punkt, den der zuständige Stadtrat Ernst Zülle gleich aufgriff und eine Überarbeitung gelobte. Mit 30 Ja- bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung kann die Strassenverlegung realisiert werden. Die Bauarbeiten sind auf Ende 2019 geplant. Denn erst dann können die Gelder aus Bern fliessen.

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