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Bittere Heimniederlage

Handball – Am 2. Spieltag der Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB kassiert der HSC Kreuzlingen eine überraschende 32:33-Heimniederlage gegen die HSG Leimental.

Trotz guter Leistung von Katharina Winger verlor der HSC knapp. (Bild: zvg)

Die Ernüchterung im Lager der Kreuzlingerinnen war nach 60 Minuten gross. Gegen den erwartet hartnäckigen Herausforderer Leimental gelang es dem Team von Trainerin Kristina Ertl über weite Strecken nicht, seine Möglichkeiten auszuschöpfen. Das lag einerseits an den stark aufspielenden Baslerinnen, viel mehr aber an der zu hohen eigenen Fehlerquote. Auch bei der Chancenauswertung haperte es immer wieder, wobei sich die Gästekeeperin Priscila Köster allerdings auch in Topform präsentierte. Dazu kassierten die Hafenstädterinnen zu viele Strafen. Und trotz allem wäre am Ende doch noch ein Happy End möglich gewesen. Ausgerechnet Topscorerin Martina Strmsek, mit zehn Treffern die erfolgreichste HSC-Werferin an diesem Tag, unterlief 26 Sekunden vor Schluss bei einem Gegenstoss aber der entscheidende technische Fehler, der die knappe Niederlage besiegelte.

Mühe mit gegnerischer Taktik
Wie schon im Viertelfinal des Schweizer Cups, den sie hauchdünn gewannen, bekundeten die Kreuzlingerinnen viel Mühe mit der Taktik der Baslerinnen, die im Angriff ihre Torfrau regelmässig durch eine siebte Feldspielerin zu ersetzten. So geriet der HSC nach einer Viertelstunde bereits mit 6:10 in Rückstand. Immer wieder skorte Leimental über die Aussenspielerinnen. Zu oft fehlte es den Thurgauerinnen an der physischen Präsenz und der Laufbereitschaft. Dazu vergab das Ertl-Team mindestens drei erstklassige Möglichkeiten am Kreis. Aufgrund der Tatsache, dass Leimental in den zweiten 30 Minuten üblicherweise abbaut, war der 14:17-Pausenrückstand für den HSC allerdings noch nicht alarmierend.

Wende verpasst
Allerdings konnten die Kreuzlingerinnen die Gäste vorerst nicht wie erhofft in Bedrängnis bringen. Nach 38 Minuten lag Leimental sogar mit fünf Treffern vorne. Erst jetzt wurde der HSC spielbestimmender. Als Katharina Winger zwölf Minuten vor Schluss zum 26:27 traf, erwarteten viele der 300 Zuschauer die Wende. Aber diese kam nicht. Der HSC kassierte seine bereits sechste Zweiminutenstrafe und geriet wieder mit 27:30 in Rückstand. Entschieden war damit aber noch nichts. Jacqueline Maier und Katja Sivka brachten den HSC wieder heran. Und als eine Baslerin beim Stand von 29:30 (55.) auf die Strafbank musste, schien der zweite Sieg im zweiten Spiel wieder möglich. Während der Überzahlphase kassierte der HSC aber zwei Gegentreffer, was sich rückblickend als matchentscheidend erwies.

Klare Steigerung nötig
Nach dieser unerwarteten Heimniederlage reisen die Kreuzlingerinnen am nächsten Sonntag doch mit einigem Erfolgsdruck nach Zürich. Gegen das punktgleiche GC Amicitia ist eine klare Steigerung nötig, um einen weiteren Schritt auf dem langen Weg in Richtung Ligaerhalt machen zu können. Die Partie in der Saalsporthalle wird um 18 Uhr angepfiffen. Das nächste Heimspiel steht für den HSC am 3. März, 18 Uhr, auf dem Programm.

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