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HSC trotz Heimschlappe an der Spitze

Handball – Zwanzig starke Minuten reichten dem HSC Kreuzlingen nicht zum 11. Heimsieg in Serie. Er unterlag den Seen Tigers Winterthur mit 24:26.

Die Kreuzlinger, unter Trainer Andi Dittert, unterlagen ihren Gegnern. (Bild: Gaccioli)

Der Sieg der mit zahlreichen ehemaligen NLA-Spielern bestückten Winterthurer ging insgesamt in Ordnung. Der HSC erwachte viel zu spät und verpasste beim Stand von 21:22 mit unpräzisen Abschlüssen eine letzte Chance, die Partie doch noch in die gewünschten Bahnen zu lenken. Topnoten verdienten sich im Team von Trainer Andi Dittert einzig Torhüter Holger Hug in der zweiten Halbzeit und Rückraumspieler Matthias Faisst, der immer besser in Fahrt kommt. Ansonsten blieben praktisch alle Leistungsträger unter ihren Möglichkeiten, Valon Dedaj sogar sehr deutlich. Der Spielmacher musste die Partie nach einem fahrigen Beginn mit nur einem Treffer aus sechs Versuchen sogar fast 40 Minuten lang von der Ersatzbank aus mitverfolgen. Nicht nachvollziehbar war allerdings auch die viel zu brave Defensive in der ersten Halbzeit. Davon profitierte primär der NLA-erfahrenen Rückraumshooter Björn Fröhlich, der vor der Pause beinahe unbedrängt fünf Tore in Serie zur 18:13-Pausenführung der Gäste warf.

Tigers retten sich über die Ziellinie
Nach dem blutleeren Auftritt in der ersten Halbzeit begannen sich die Kreuzlinger ab dem 14:20 in der 32. Minute zu steigern. Endlich warfen sie auch Kampfgeist und Laufbereitschaft in die Waage. Prompt kam Sand ins Getriebe der Gäste. Auch Fröhlich und der ehemalige NLA-Topscorer Raphael Liniger hatten nun Mühe. Der HSC startete eine Aufholjagd, die ihn in der 47. Minute bis auf 20:21 herankommen liess. Weil die Tigers innert Kürze zwei Strafen kassierten, schien sogar die Wende möglich. Aber der HSC konnte diese Phase nicht zu seinen Gunsten nützen, produzierte wieder einige Fehler, und sah sich wenig später mit 21:24 in Rückstand. In der Schlussphase kam dann auch noch Pech hinzu, als der HSC zweimal nur den Pfosten traf. Die routinierten Eulachstädter liessen sich die Butter in den letzten rund fünf Minuten nicht mehr vom Brot nehmen.

Konkurrenz holt auf
Trotz der ersten Niederlage im fünften Finalrunden-Spiel bleibt der HSC Kreuzlingen an der Tabellenspitze. Der HC Wädenswil liegt punktemässig zwar auf gleicher Höhe, hat aber eine Partie mehr ausgetragen. Der SC Frauenfeld hat mit seinem 35:34-Heimsieg über das Schlusslicht Uster bis auf einen Punkt zum Spitzenduo aufgeschlossen. Nach Verlustpunkten gerechnet liegen nun auch die Tigers nur noch einen Zähler hinter dem HSC zurück.

Spitzenkampf gegen Co-Leader
Am nächsten Sonntag, 15.30 Uhr, kommt es in Wädenswil zum Spitzenkampf. Die Gastgeber könnten mit einem Sieg auf nach Verlustpunkten zum HSC aufschliessen. Der letztjährige NLB-Absteiger überzeugte am Wochenende mit einem diskussionslosen 32:20-Auswärtssieg beim TV Muri. Für die Kreuzlinger geht es in Wädenswil primär einmal darum, sich für den insgesamt unbefriedigenden Heimauftritt zu rehabilitieren. Gefragt ist dabei vor allem eine defensiv kämpferische Leistung, wie man sie in der zweiten Halbzeit gegen die Seen Tigers gesehen hat.

 

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