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HSC legt Favoritenrolle ab

Kreuzlingen – Mit vier Siegen überzeugend gestartet, kassierte der HSC Kreuzlingen in der 1.-Liga-Finalrunde mit dem 23:32 in Wädenswil seine zweite Niederlage in Folge.

Der Schwung ist draussen bei den Männern. (Bild: HSC)

Die zahlreich mitgereisten HSC-Fans schüttelten nach dem Schlusspfiff ungläubig den Kopf. «Wo ist die Form der Hauptrunde und der ersten vier Finalrundenpartien geblieben?», fragte einer. Tatsächlich ist kaum nachzuvollziehen, wie der überlegenen Gruppensieger (25:3 Punkte) und Finalrunden-Leader nach vier Spieltagen (8:0 Punkte) so aus dem Tritt geraten sein kann. Das Verletzungspech als Entschuldigung anzuführen, ist eine zu billige Erklärung. Deutlich äusserte sich ein anderer enttäuschter HSC-Anhänger: «Die Schlüsselspieler bringen derzeit einfach ihre Leistung nicht!» Ein Blick auf die Statistik bestätigt diese Aussage: Die beiden Goalgetter der Hauptrunde, Valon Dedaj und Fabian Schneider, realisierten mit zwei Toren aus zehn Versuchen bzw. vier aus elf eine unbefriedigende Ausbeute. Abgesehen von Matthias Faisst und der erst in der Schlussphase eingewechselte Jonas Heim erreichte kein Kreuzlinger eine ansprechende Quote.

Zu oft einen Schritt zu spät
Weil auch die Abwehr alles andere als einen sattelfesten Eindruck hinterliess und gegen die spielfreudigen, passgenauen und lauffreudigen Wädenswiler viel zu oft einen Schritt zu spät kam, zeichnete sich die zweite Niederlage im sechsten Finalrundenspiel frühzeitig ab. Die Gastgeber setzten sich in den ersten zehn Minuten bereits auf 5:1 ab. Der HSC hatte aus sieben Abschlüssen nur einmal getroffen. Einmal mehr fehlte es im Angriff an Tempo und gelungenen Spielzügen. Wädenswil nützte die Kreuzlinger Schwächen konsequent aus. Vier Zürcher Treffer in Serie zum 16:7 liess die HSC-Anhänger schon vor der Pause nichts Gutes erahnen. Am Ende ging der NLB-Absteiger mit einem komfortablen Zehntore-Vorsprung in die Kabine.

Aufholjagd bleibt aus
Während sich die Kreuzlinger im Heimspiel gegen die Seen Tigers (24:26) nach dem Seitenwechsel zumindest aufbäumten, blieb die erhoffte Aufholjagd in Wädenswil komplett aus. Die Einheimischen gerieten nie auch nur annähernd in Bedrängnis, sondern verwalteten ihren Vorsprung problemlos. Sie waren über die gesamten 60 Minuten das klar bessere Team und siegten hochverdient. Dass ihr Team wenigstens die zweite Halbzeit mit 15:14 zu seinen Gunsten entschied, konnte die HSC-Anhänger nur minim über den insgesamt enttäuschenden Auftritt ihrer Mannschaft hinwegtrösten.

Zwei Siege gefordert
Die Kreuzlinger Spieler und Trainer Andi Dittert tun gut daran, in dieser Woche gründlich über die Bücher zu gehen und die Ursachen dieser Formkrise zu finden. Immerhin figuriert man immer noch in der Spitzengruppe. Die nächsten beiden Spiele gegen Appenzell und gegen Uster sind allerdings wegweisend. Beide müssen zwingend gewonnen werden. Einerseits um das Selbstvertrauen wieder zu festigen, und andererseits, damit man das Saisonziel «NLB-Playoffs» nicht frühzeitig aus den Augen verliert.

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