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Sand im Getriebe

Handball – Viel Pech für die Kreuzlinger SPL1-Frauen: In der Schlusssekunde kassierten sie in der Zürcher Saalsporthalle gegen GC Amicitia eine 24:25-Niederlage.

(Bild: archiv)

Nach 60 Spielminuten ging es um Zehntelssekunden: Die Schiedsrichter entschieden schlussendlich, dass der Ball beim Ertönen der Schlusssirene die Torlinie bereits überquert hatte. Die glückliche Schützin war Linksaussen Marina Decurtins, die mit ihrem neunten Treffer die Zürcherinnen in Jubelextase versetzte. Besonders bitter für Kreuzlingerinnen war, dass man kurz zuvor seinerseits die Chance zum Siegestreffer hatte. Zumindest ein wichtiger Punktgewinn schien sicher. Doch ausgerechnete die routinierte Martina Strmsek liess sich keine zehn Sekunden vor Schluss bei angezeigtem Zeitspiel in Bedrängnis zu einem zu frühen Abschluss hinreissen. Wenige Sekunden später stand der HSC ziemlich frustriert mit leeren Händen da.

Überzahl nicht genutzt
Nur, an dieser unglücklichen Szene lässt sich die Kreuzlinger Niederlage nicht festmachen. In einem Spiel, in dem beim HSC vieles nicht rund lief und mehrere erstklassige Chancen nicht in Tore verwandelt wurde, hätte es das Team von Trainerin Kristina Ertl in der Schlussphase durchaus in den eigenen Händen gehabt, die Zürcherinnen im dritten Saisonduell ein zweites Mal zu bezwingen. Beim Stand von 22:22 hielt die starke Torfrau Adriana Hajduk einen Penalty und wenig später kassierte Zürich auch noch eine Zeitstrafe. In dieser zweiminütigen Überzahl ging der HSC aber nicht etwa in Führung, sondern kassierte zwei Gegentreffer zum 23:24, den ersten einmal mehr nach einem Konter. Mit ihrem fünften Treffer aus sechs Versuchen schaffte Carmen Siller rund 100 Sekunden vor Schluss den erneuten Ausgleich. Eine Punkteteilung wäre wohl das leistungsgerechte Resultat gewesen. Aber der eingangs erwähnte Fehler begrub schliesslich die Hoffnungen der Kreuzlingerinnen auf einen Befreiungsschlag in der Saalsporthalle.

Heimspiel gegen Leader
Nach drei von zehn Spieltagen rangiert der HSC mit 2:4 Punkten auf einem der beiden Abstiegsplätze. Allerdings liegen die vier vor ihm klassierten Teams nur zwei Zähler voraus. Bereits am nächsten Samstag, 18 Uhr, bietet sich den Kreuzlingerinnen im Heimspiel gegen den aktuellen Leader HV Herzogenbuchsee die Chance zur Wiedergutmachung. Die Bernerinnen lösten Yellow Winterthur mit einem 28:25-Heimsieg im Direktduell an der Tabellenspitze ab.

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