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Per Smartphone ins Abenteuerland

Kreuzlingen – Smartphones finden sich heute in jeder Hosentasche und längst sind sie auch zu mobilen Spielgeräten mutiert. An ein eigenes digitales Abenteuer hat sich David Hof gewagt. Mit «Eli’s World» hat der Kreuzlinger in seiner Freizeit ein Handy-Game entwickelt.

David Hof schickt den Elefanten Eli auf ein digitale Schatzsuche. (Bild: ek)

Videospiele liegen David Hof im Blut. Bereits sein Vater besass einen Laden mit Arcade-Spielautomaten. Von der Idee, selbst einmal ein Game zu entwickeln, war er deshalb schon lange angefressen. Nun hat er seinen Traum zur digitalen Realität gemacht: Seit Februar können Android-Benutzer im Play Store «Eli’s World» herunterladen. «Ein Spiel für alle, die ein kurzweiliges Abenteuer erleben wollen», so der Ingenieur.

Das Spielprinzip erinnert an Super Mario. Eli der Elefant findet eine Schatzkarte von seinem verschollenen Opa und macht sich auf die Suche nach ihm. Dabei hüpft der putzige Dickhäuter in acht Levels über Abgründe, zerstampft Felsblöcke und weicht Feuerbällen aus. Gleichzeitig sammelt Eli Münzen als Belohnung und frisst Erdnüsse, welche er mit seinem Rüssel auf die Gegner zurückgefeuert.

300 Stunden Entwicklungszeit
Erfahrung mit Softwareentwicklung hat Hof schon einige gesammelt, «Eli’s World» ist jedoch die erste App, welche der 44-Jährige veröffentlicht. Ein Jahr lang hat er an dem Programm in seiner Freizeit gewerkelt. Alles in allem sind dabei 300 Arbeitsstunden zusammengekommen. «Dafür habe ich alles selbst gemacht, da ist nichts geklaut» , erzählt der Familienvater stolz. Die Welt wurde von ihm entworfen und der Elefant und die Gegner von Hand gezeichnet. Die Steuerung ist so benutzerfreundlich wie möglich gehalten und die lästige Fehlersuche hielt ihn abendelang wach. Einzig bei der Musik half ihm ein Profi beim Feinschliff.

Entstanden ist ein Zeitvertreib für Gelegenheitsspieler. Wer die Level ohne grosse Mühen durchläuft, hat das Game in zwei Stunden durch. Die grössten Kritiker waren dabei seine eigenen Kinder. Sie halfen ihm beim Platzieren der Hindernisse und berieten ihn, wo die Hürden zu leicht oder zu schwer waren. «Mittlerweile sind sie ganz zufrieden mit dem Spiel», lacht Hof. Sie sind nicht die Einzigen: 3000 Mal wurde das kostenlose Game bereits heruntergeladen. Hof hofft, dass es noch ein paar mehr werden, denn die Fortsetzung ist bereits angeplant. «Elis Abenteuer ist noch lange nicht zu Ende.»

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