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Wasser marsch!

Kreuzlingen – Grosse Freude bei allen Beteiligten: Beide Vorlagen wurden am heutigen Abstimmungssonntag deutlich angenommen. Dem Ausbau des Egelsee-Schwimmbads und der Sanierung der Romanshornerstrasse steht nichts mehr im Wege. (IDK/sb)

Symbolischer Start für die Schwimmhalle Egelsee: Die Mitglieder des Ja-Komitees brachten ein Planschbecken ins Rathaus und füllten es mit Wasser aus Eimern. (Bild: sb)

Während die Stimmberechtigten der Stadt den Kredit von 31 Millionen Franken (netto 27,3 Millionen Franken) für den Erweiterungsbau des Familien- und Freizeitbads Egelsee mit 67,7 Prozent oder 2989 Ja- zu 1429 Nein-Stimmen guthiessen, bewilligten die Stimmberechtigten der Sekundarschulgemeinde Kreuzlingen den Sanierungsbeitrag des bestehenden Thermalbads Egelsee von von 4, 5 Millionen Franken mit 4135 Ja- zu 1222 Nein-Stimmen (über 70 Prozent). Die Stimmbeteiligung betrug bei der Stadt 53,5 Prozent, bei der Schulgemeinde 52,6 Prozent.

Stadtpräsident Thomas Niederberger und Vize-Schulpräsident Michael Thurau verkündeten das Ergebnis der Abstimmung. (Bild: sb)

Von einem «Freudentag» sprach Vize-Stadtpräsidentin Dorena Raggenbass, die gemeinsam mit Michael Thurau, Vize-Schulpräsident, das Projekt zur Abstimmung brachte. Stadtpräsident Thomas Niederberger und alle Stadträte waren vor Ort und freuten sich riesig über das überraschend klare Ergebnis. Auch Ruedi Herzog, Präsident vom Sportnetz Kreuzlingen, die Mitglieder des Ja-Komitees und Schulpräsident René Zweifel strahlten.

Nachdem der Souverän im Herbst 2014 den Neubau des Schwimm- und Freizeitbads Egelsee ablehnte, wurde das Projekt gemeinsam mit der Stadt und Sekundarschulbehörde Kreuzlingen neu aufgegleist.

Riesige Freude nicht nur bei Vize-Stadtpräsidentin Dorena Raggenbass (r.). (Bild: sb)

«Mit diesem positiven Abstimmungsresultat fällt der Startschuss für die Umsetzung dieses zukunftweisenden Projekts, das für die ganze Region Kreuzlingen und unsere nachfolgenden Generationen steht», sagte Vize-Stadtpräsidentin Raggenbass. Als nächstes soll ein Bauherrenvertreter verpflichtet werden, der das Projekt bis zur Eröffnung begleitet. Zudem werde die gesamte Projektorganisation definitiv festgelegt und alle notwendigen Verträge mit den Partnern abgeschlossen. Ende 2018 soll die Baueingabe erfolgen.

Ja zur Romanshornerstrasse
Mit 52,7 Prozent fand auch die Sanierung und Aufwertung der Romanshornerstrasse zwischen dem Kreisel Blauhausplatz und dem Ziilkreisel Romanshornerstrasse Zustimmung (2283 Ja- zu 2051 Nein-Stimmen). Auch dieses Projekt ist – wie die Schwimmhalle – eine überarbeitete Version, da die erste Vorlage vom Volk am 12. Februar 2017 abgelehnt wurde.

«Nach der Ablehnung im letzten Jahr, sind die meisten Kritikpunkte in die Überarbeitung eingeflossen: Das Ja freut mich daher besonders. Es zeigt, dass die Bevölkerung das Betriebs- und Gestaltungskonzept gutheisst und der Realisierung im nächsten Frühjahr nichts mehr im Wege steht», erklärte Stadtrat Ernst Zülle.

Auch wenn er sich eine deutlichere Zustimmung erhofft hatte, erhielt das Strassenprojekt rund zehn Prozent mehr positive Stimmen als 2017. «Strassenprojekte haben es an der Urne immer schwer, weil es mit den Autofahrern, dem Langsamverkehr und den Fussgängern mehrere Gruppen gibt, deren Interessen es gilt, unter einen Hut zu bringen», so Zülle.

Beim bewilligten Kredit von 3,2 Millionen Franken für die Sanierung und Aufwertung der Romanshornerstrasse handelt es sich um einen Bruttobetrag. Da vom Bund Beiträge an das Agglomerationsprogramm zu erwarten sind, wird mit einem Nettobetrag von 2,76 Millionen Franken gerechnet.

Nein zu No Billag
Klar abgelehnt haben die Kreuzlinger Stimmberechtigten die Volksinitiative zur Abschaffung der Billag Gebühren bei einer Stimmbeteiligung von 55,2 Prozent (3066 Nein- 1521 Ja). Deutlich auch das Resultat bei der neuen Finanzordnung 2021, die mit 3521 Ja- zu 779-Nein Stimmen angenommen wurde.

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One thought on “Wasser marsch!

  1. Bruno Neidhart

    Na endlich! – könnte man posaunen…….
    Das nun erfreulich stark genehmigte Egelsee 2-Projekt ist aber nicht billiger zu haben, als das erste. Wobei der Schul-/Campussport sogar mit weniger Wasserfläche für den täglichen Betrieb zufrieden sein muss, derweil die Wellnessabteilung zur Nebensache schrumpft. Konkret hat nur das „Familienbad“ zugelegt, was den Kindern zu gönnen ist.

    Nun ist es beileibe nicht so, dass Egelsee 2 ein „un“-vernünftiges Projekt wäre, obwohl es letztlich „ned für alli“ gereicht hat. Eine Korrektur erscheint dann noch möglich, wenn der Bauteil „Dampfbad“ zwischen alter und neuer Halle als eigentliche „Sauna-/Wellnessabteilung“ umgeplant wird (wie es mal im Gemeinderat aus CVP-Kreisen eingebracht wurde). Und der Vereins-Schwimmsport hat still Abschied zu nehmen von „olympischer Dimension“, die Kreuzlingen – die erklärte Sportstadt – ohne Zweifel als „hallenschwimmsportlichen Hot-spot“ tituliert hätte. Mit der Reduktion auf – immerhin „genormte“ – Kurzschwimmbahnen, sowie der Möglichkeit, auch den Wasserballsport im internationalen Spielfeldausmass auszuüben, ist hier durchaus eine Anlage im Entstehen, die über die Region hinaus vorzeigbar sein wird und besonders auch dem schweizweit erfolgreichen, hiesigen Schwimmclub (mit seiner breiten Jugendarbeit) zweckmässige Training- und Wettkampfmöglichkeiten bietet.

    Schlussbemerkung: Zu wünschen wäre – nicht zuletzt auch im touristischen Sinn -, dass auch der Gedanke „Themal“ vermehrt in den Vordergrund gerückt wird. Und so kann es ja bald losgehen mit dem Bau des „City-Thermal Freizeit- und Sport-Hallenbäderzentrum Egelsee Kreuzlingen“. Fehlt nur noch das entsprechende Logo…..!

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