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Aufholjagd nicht belohnt

Handball – Der Befreiungsschlag ist nicht gelungen. Die Kreuzlinger NLA-Handballerinnen unterliegen in eigener Halle dem Leader mit 25:30 und scheitern dabei primär an sich selbst.

Trotz einer sehr spannenden Aufholjagd gelang dem Team um Kristina Ertl kein Sieg. (Bild: GACCIOLI KREUZLINGEN)

Die Enttäuschung war den Thurgauerinnen nach 60 Spielminuten ins Gesicht geschrieben. Sie hatten gegen den HV Herzogenbuchsee soeben die dritte Niederlage in Serie kassiert und verbleiben nach vier von zehn Spieltagen in der Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB auf einem Relegationsplatz. Die Lage des HSC ist ungemütlich, aber noch längst nicht hoffnungslos. Allerdings bedarf es vom gesamten Team in den verbleibenden sechs Partien ein Zusammenrücken, mehr Entschlossenheit sowie grössere taktische und spielerische Disziplin. Kein Gegner liegt für das Team von Kristina Ertl ausser Reichweite. Um das zweifelsfrei vorhandene Potenzial in Zählbares ummünzen zu können, dürfen sich die HSC-Frauen aber nicht immer wieder selbst ein Bein stellen in Form von technischen Fehlern, unpräzisen Abschlüssen oder ungeschickten Einzelaktionen.

Moral bewiesen
Dass die beiden gleichermassen unnötigen wie unglücklichen Eintore-Niederlagen gegen Leimental (32:33) und GC Amicitia Zürich (24:25) ihre Spuren hinterlassen haben, zeigte die Startphase des Heimspiels gegen Leader Herzogenbuchsee in aller Deutlichkeit auf. Die Kreuzlingerinnen begannen nervös und fehleranfällig. Trainerin Kristina Ertl sah sich schon nach dem 1:6 in der neunten Minute zu einem Team-Timeout und Torfrauwechsel von Stein zu Roganovic veranlasst. Ruckelfrei lief das Getriebe des HSC in der Folge aber immer noch nicht – zumindest jedoch etwas harmonischer. Beim Stand von 6:9 und zwei Strafen gegen die Bernerinnen innert knapp einer Minute schien der Weg zum Anschluss geebnet. Nur zeigte der HSC in Überzahl weder die nötige Geduld noch die Kaltblütigkeit. Deshalb gelang kein Treffer und kaum waren die Gäste wieder komplett, erhöht deren Mobiliar-Topskorerin Sarah Baumgartner zum 6:11. Dank mehrerer Paraden von Roganovic und einer offensiven Steigerung kämpften sich die Thurgauerinnen in den letzten fünf Minuten vor der Pause wieder auf 10:11 heran, kassierten aber in der letzten Sekunde mittels Penalty den 12. Gegentreffer.

Wende verpasst
In den ersten gut zwölf Minuten nach der Pause marschierten die beiden Teams im Gleichschritt. Herzogenbuchsee lag jeweils mit einem oder zwei Treffern vorne. Dann aber setzte der HSC zu einem tollen Zwischenspurt an und ging in der 47. Minute erstmals in Führung. Aus Kreuzlinger Sicht war es aber leider nur ein Strohfeuer. Nach dem 19:19 (46.) und einem Team-Timeout der Gäste beendete ein Ausschluss zur Unzeit das Zwischenhoch der Ertl-Truppe. Da waren sie wieder, diese unüberlegten Aktionen und unerklärlichen Fehler. Die Bernerinnen sagten «Danke!» und setzten sich innerhalb von sechs Minuten beinahe mühelos auf 24:20 ab. Zwar versuchte sich die HSC-Trainerin mit einer doppelten Spezialbewachung, gegen die läuferisch klar überlegenen Gästespielerinnen war dies aber kein Erfolgsrezept. Der HVH bekundete keine Mühe, den Vorsprung über die Zeit zu bringen und feierte im dritten Saisonduell gegen den HSC seinen ersten Sieg.

Pause nützen
Die Kreuzlingerinnen haben nun etwas Zeit, sich konzentriert auf die nächsten Aufgaben vorzubereiten. Innerhalb von 44 Stunden haben sie zwei Partien zu bestreiten. Zuerst treffen sie auswärts auf Yellow Winterthur  und dann empfangen sie am Samstag, 16 Uhr, die bisher punktelose SG Yverdon & Crissier in der heimischen Egelseehalle.

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