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HSC Kreuzlingen trennt sich von Trainer Dittert

Handball – Nach einer Serie von drei Niederlagen in der 1.-Liga-Finalrunde haben sich die Verantwortlichen des HSC Kreuzlingen und Trainer Andy Dittert (Ö, 50) zur sofortigen Auflösung des per Saisonende auslaufenden Vertrages entschlossen.

Nach einer Serie von drei Niederlagen in der 1.-Liga-Finalrunde muss Andy Dittert den HSC nun verlassen. (Bild: zvg)

«Wir waren aufgrund der enttäuschenden Leistungen der Mannschaft in der jüngeren Vergangenheit zur Auffassung gelangt, dass die Chemie zwischen dem Trainer und den Spielern nicht mehr erfolgsversprechend ist und das Team zeitnah aus seinem Formtief finden kann.

Deshalb mussten wir reagieren und stiessen mit unserem nicht einfachen Entscheid bei Andy Dittert auf eine professionelle Einstellung und Verständnis», betont Clubpräsident Patrick Müller. Und Trainer Andy Dittert meint zur sofortigen Trennung: «In erster Linie ging es bei diesem von mir mitgetragenen Entscheid nicht um meine Person, sondern einzig und allein um das Wohl der Mannschaft und des Vereins. Ich konnte die Spieler mit meinen Ideen nicht mehr erreichen. Um das Ziel ‚NLB-Playoffs‘ doch noch umsetzen zu können, musste eine Veränderung her. Da ich diesem Team seit meinem Amtsantritt (im Frühsommer 2016, er kam vom Ligakonkurrenten HC Romanshorn, die Red.) viele schöne Momente verdanke, habe ich der vorzeitigen Vertragsauflösung zugestimmt.»

Der österreichische Rekordtorschütze und ehemalige Bundesliga-Profi hofft, dass sein Nachfolger für die verbleibenden sieben Finalrundenspiele nochmals positive Energie im Team freisetzen kann, damit das Ziel schlussendlich doch noch erreicht wird. Trotz zuletzt drei Niederlagen in Serie liegt der HSC Kreuzlingen beim Halbzeit mit 8:6 Punkten immer noch auf Platz zwei der ausgeglichenen Finalrunden-Gruppe 1.

Zur Frage nach einem Ersatz für Andy Dittert konnte sich der Kreuzlinger Präsident nur unverbindlich äussern: «Wir sind in Verhandlung mit einem erfahrenen Trainer, welcher die Mannschaft vorerst einmal bis zum Saisonende trainieren und coachen soll. Läuft alles wie geplant, steht er bereits diesen Samstag an der Seitenlinie.»

Heimspiel gegen Zürcher Drachen
Die Kreuzlinger werden das Heimspiel vom Samstag, 18 Uhr, gegen den Tabellenletzten Red Dragons Uster mit grosser Wahrscheinlichkeit also bereits mit einem neuen Trainer in Angriff nehmen. Keine einfache Aufgabe für den Neuen. Gegen die Red Dragons Uster ist nicht mehr und nicht weniger als ein Vollerfolg gefordert. Die Zürcher haben bisher etwas überraschend sämtliche sieben Partien in der Finalrunde verloren. Dabei fehlte ihnen dann und wann allerdings auch das Wettkampfglück. So unterlag Uster gegen Appenzell nur knapp mit 23:25 und schnupperte beim 34:35 in Frauenfeld sogar an einem Überraschungscoup.

Im Hinspiel setzte sich der HSC Kreuzlingen in Uster mit 34:28 durch. Allerdings setzte sich der HSC erst in der Schlussviertelstunde entscheidend ab. Bei Halbzeit stand es noch 16:16 und in der 42. Minute sogar 23:22 für Uster. Mit dem Wissen, den hoch gehandelten Gastgeber durchaus fordern zu können, reist das Team um den 195-fachen Schweizer Nationalspieler (571 Tore) und Bundesliga-Profi Iwan Ursic (41) nicht ohne Ambitionen und Hoffnungen an den Bodensee. So schreiben die Red Dragons in ihrer Vorschau, dass ihr Team unbeschwert aufspielen kann und sich gleichzeitig an seine Stärken erinnern soll. «Das Selbstvertrauen der Kreuzlinger ist zweifellos angeschlagen. Das kann die Chance sein, unser eigenes, angeschlagenes Image wieder etwas aufzupolieren.»

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