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Sieg mit neuem Trainer

Kreuzlingen – In der 1.-Liga-Finalrunde besiegte der HSC Kreuzlingen die Red Dragons Uster sicher mit 37:30. Ein geglückter Einstand für Trainer Marcel Keller.

Marcel Keller ist bis Saisonende der Trainer des HSC. (Bild: Gaccioli)

«Wir mussten mit dem Trainerwechsel ein Signal setzen. Und die Mannschaft hat es uns mit dem Heimsieg über Uster gleich getan», blickt HSC-Präsident Patrick Müller erleichtert auf den ersten Finalrundenauftritt der Kreuzlinger 1.-Liga-Handballer unter dem neuen Trainer Marcel Keller zurück. Der 46-jährige Zürcher führte in jüngerer Vergangenheit die U19-Elite-Junioren von GC Amicitia Zürich zu vier und die U19-Elite-Juniorinnen zu einem Schweizer Meistertitel.

Keller etablierte sich dabei als ausgezeichneter Ausbildner, war als Nachwuchschef und Elite-Trainer auch während drei Saisons beim NLA-Club TSV St. Otmar St. Gallen tätig. Im Sommer 2016 schloss der Zürcher zusammen mit dem Schweizer Nationaltrainer Michael Suter die Ausbildung zum Master Coach der Europäischen Handball Federation (EHF) ab. Keller trainierte neben dem Nachwuchs auch das junge 1.-Liga-Team von GC Amicitia Zürich und kennt die Liga deshalb ausgezeichnet.

Schritte in die richtige Richtung
Der Auftritt der Kreuzlinger gegen Uster lässt für die finale Phase der 1.-Liga-Finalrunde wieder hoffen. Dem neuen Trainer scheint es mit seiner ruhigen, aber präzis analysierenden Art in nur zwei Trainingseinheiten gelungen zu sein, die in den letzten drei Partien gesehene Unsicherheit und Verkrampfung im Kreuzlinger Team zu lösen. Die Kreuzlinger spielten wieder dominanter und konzentrierter auf, übernahmen früh das Spieldiktat und lagen – auch dank Paraden von Torhüter Holger Hug – nach einer Viertelstunde bereits mit 10:6 vorne. Selbst wenn es immer noch den einen oder anderen Durchhänger gab, prägte der HSC das Spielgeschehen mehrheitlich klar. Mit einer 18:12-Führung im Rücken konnten die Thurgauer schliesslich einigermassen entspannt in die Halbzeitpause.

Früh entschieden
Die Gastgeber hielten die Ustemer um den 195-fachen Nationalspieler Iwan Ursic auch nach der Pause sicher auf Distanz. Mit seinem neunten Treffer zum 27:17 stellte Topscorer Fabian Schneider die Weichen früh. Bereits rund 20 Minuten vor Schluss hatte niemand mehr Zweifel am Ausgang der Partie. Nicht gefallen haben dürfte dem neuen HSC-Trainer jedoch die Tatsache, dass seine Spieler in der Schlussphase wieder in das alte Schema verfielen: Zu viele Einzelaktionen, zu schnelle Abschlüsse, fehlende taktische Disziplin. Weil die Kreuzlinger aber trotzdem ungefährdet mit mindestens sechs Treffern vorne lagen, konnte Keller in den letzten Minuten noch dem einen oder anderen Ersatzspieler wertvolle Einsatzzeit gewähren. Den resultatmässigen Schlusspunkte setzte Fabien Schneider mit seinem fünften verwandelten Penalty zum 37:30-Endstand.

Weiter Luft nach oben
Auch der HSC-Sportchef Alex Mierzwa zeigte sich mit dem Einstand von Trainer Marcel Keller zufrieden: «Da war gegenüber den letzten Spielen definitiv eine Steigerung feststellbar. Selbstverständlich können wir in so kurzer Zeit noch keine Wunderdinge erwarten. Die Mannschaft hat immer noch viel Luft nach oben. Aber ich bin zuversichtlich, dass sie unter Marcel Keller weitere Fortschritte erzielen wird.»

Bereit für das Kantonalderby
Am nächsten Samstag muss der HSC Kreuzlingen zum Kantonalderby nach Frauenfeld reisen. Der Anpfiff erfolgt um 19 Uhr in der Militärsporthalle Auenfeld. Die Kantonshauptstädter unterlagen am Samstag beim Tabellenführer Wädenswil mit 25:31 und liegen damit auch nach Verlustpunkten wieder hinter dem HSC. Bisher haben die Kreuzlinger sämtliche drei Saisonduelle gegen die Frauenfelder für sich entschieden. Das nächste Heimspiel bestreitet der HSC am Samstag, 24. März, 18 Uhr, gegen den TV Muri.

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