/// Rubrik: Sport

«Das Team entscheidet, wer siegt»

Handball – Überraschend gab der HSC Kreuzlingen letzte Woche die Trennung von Andi Dittert bekannt. Die Trainernachfolge trat der Zürcher Marcel Keller an. Im ersten Spiel gegen Uster gelang den Handballern auch gleich ein Sieg.

Marcel Keller ist der Einstand beim HSC gelungen. (Bild: zvg)

Herr Keller, haben Sie gezögert, das Angebot des HSC anzunehmen?
Nein, ich wusste, dass ich im Frühjahr etwas Neues machen wollte. Das Angebot kam aber dann doch ziemlich überraschend. Der HSC hatte keinen Plan B zu Andi Dittert, deshalb wurde es erst zum Thema für mich, als der Trainerwechsel vonstatten ging. Gezögert hab ich dann nicht mehr.

Ihr erstes Spiel als Trainer hat die Mannschaft gleich gewonnen. Wie gehen sie die nächsten Partien an?
Ganz klar positiv. Wir haben nach wie vor alles in den eigenen Händen. Das Team hat ein enorm hohes Potenzial und sehr gute Spieler. Daher ist es in jedem Spiel für uns möglich, die dominierende Mannschaft zu sein und zwei Punkte mitzunehmen.

Auch beim Derby gegen Frauenfeld?
Sicher hat jedes Spiel seine eigene Dynamik, aber die Spieler bestimmen selbst, wer als Sieger vom Platz geht. Wenn die Mannschaft ihr Potenzial vollständig ausschöpft und eine gute Leistung zeigt, siegen wir.

Welches Saisonziel haben Sie sich gesetzt?
Der Verein hat sich auch schon vor meiner Verpflichtung das Ziel gesetzt den Aufstieg zu realisieren. Dies gilt es zu erreichen. Sollte das nicht gelingen wird es die Vorgabe für die nächste Saison. Spätestens dann glaube ich, ist es realistisch, dass der HSC in die Nationalliga B aufsteigt.

Werden die Herren auch dann noch von Ihnen trainiert?
Ein Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber ich führe Gespräche mit dem Verein. Es gibt da keine grossen Feilschereien, im Grossen und Ganzen sind wir uns über die Zukunft einig.

Welche neuen Impulse setzen Sie?
Momentan bin ich noch eher zurückhaltend. Wichtig ist, ein wenig Ruhe in den Verein zu bringen. Ein Team das dreimal verloren hat, wird automatisch etwas unsicher. Dazu kamen die Differenzen mit dem ehemaligen Trainer. Deshalb versuche ich klare Strukturen zu vermitteln, sodass jeder wieder weiss, was er zu tun hat und die Lust am Handball zurück kommt. So wird das Spiel wieder attraktiver.

Und spielerisch?
Das Team funktioniert an sich gut im Zusammenspiel. Einige Punkte, die man noch optimieren kann, haben sich trotzdem ergeben. Wir haben zum Beispiel die Deckung noch ein wenig verändert und versuchen wieder schneller von hinten nach vorn zu spielen.

Und wie gefällt es Ihnen persönlich in Kreuzlingen beim HSC?
Meine Arbeit hier hat mir von Beginn weg viel Spass gemacht. Das Umfeld ist familär, es geht wirklich um den Verein. Vorher, als ich in Zürich gearbeitet habe, war das anders, da hat man den Zusammenhalt nicht so gespürt wie hier. Das Teamgefühl in Kreuzlingen ist etwas Besonderes. Daher gefällt mir meine Arbeit und ich blicke positiv in die Zukunft.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.