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Die Lage wird immer ungemütlicher

Handball – Den Frauen des HSC Kreuzlingen ist heute kein Befreiungsschlag gelungen. Sie unterlagen in der Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB beim neuen Leader Yellow Winterthur klar mit 17:23. Morgen Samstag, 16 Uhr, ist in der Turnhalle Egelsee nun gegen Schlusslicht Yverdon ein deutlicher Heimsieg gefordert.

Mobiliar-Topscorerin Martina Strmsek erzielte neun der total 17 HSC-Treffer. (Foto: GACCIOLI KREUZLINGEN)

Im dritten, aber bislang wichtigsten Saisonduell unterlag der HSC den Winterthurerinnen zum ersten Mal. Über die gesamten 60 Minuten gesehen geht der Heimsieg von Yellow absolut in Ordnung. Die Gastgeberinnen waren in praktisch allen Bereichen besser und überzeugten vor allem in der Defensive. Gegen die robuste Abwehrarbeit blieben die körperlich unterlegenen Thurgauerinnen ohne Durchschlagskraft. Einzige Ausnahme war Topscorerin Martina Strmsek. Die 34-Jährige erzielte mit neun erfolgreichen Würfen mehr als die Hälfte aller HSC-Treffer.

Zwischentief bestraft
Dass sich die beiden Teams gut kennen, war schnell ersichtlich. Überraschungsmomente gibt es auf beiden Seiten kaum. Nach einer ausgeglichenen Startphase (5:5 nach zehn Minuten) unterliefen den Kreuzlingerinnen während einer rund siebenminütigen Phase zu viele Offensivfehler, was Yellow postwendend bestrafte. Immer wieder gelang es den körperlich überlegenen Winterthurerinnen, mit einem druckvollen Tempospiel ihre Flügelspielerinnen in gute Abschlusspositionen zu bringen. HSC-Trainerin Kristina Ertl sah sich nach vier Gegentreffern in Serie zu einem Team-Timeout und wenig später auch zu einem Wechsel im Tor gezwungen. Roganovic (nur einer Parade aus elf Schüssen) musste Platz machen für Stein. Nach den neuen taktischen Anweisungen ihrer Trainerin fanden die Kreuzlingerinnen zurück ins Spiel und verkürzten den Rückstand bis auf einen Treffer. Doch just in Momenten, in denen der Ausgleich möglich schien, unterliefen dem HSC wieder unerzwungene Fehler. Und als Jacqueline Maier kurz vor der Pause für einen seitlichen Schubser für zwei Minuten auf die Bank musste, nützte Yellows Linksaussen Sabrina Hälg die Überzahl zur 13:11-Pausenführung.

Nur Strmsek auf der Höhe
Der HSC erwischte dann den besseren Start in die zweite Halbzeit und verkürzte das Skore – allerdings primär deshalb, weil Yellow leichtsinnig mit seinen Chancen umging. Die Kreuzlingerinnen konnten nur kurzfristig profitieren. Weil Rückraumshooterin Katharina Winger überhaupt nicht auf Touren kam – nur zwei Tore aus acht Versuchen und vier technische Fehler bis zur 40. Minute – fehlte es dem HSC-Angriff letztlich an der Durchschlagskraft. Topscorerin Strmsek alleine konnte es nicht richten. Trainerin Ertl fehlt es gerade im Rückraum an den Alternativen. Wenigstens verhinderte Torfrau Nadine Stein mit einigen starken Paraden, dass der HSC eine Viertelstunde vor Schluss nicht noch deutlicher als mit 13:17 in Rückstand geriet. Das erhoffte Aufbäumen der Thurgauerinnen in der Schlussphase blieb aus. So bekundete Yellow keine Mühe, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Mit dem 23:17-Sieg hat das Team von Trainer Fabian Schäfli die Tabellenspitze übernommen und einen grossen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

Fünf Siege aus fünf Spielen gefordert
Dagegen wird die Lage für die Kreuzlingerinnen immer ungemütlicher. Nach der vierten Niederlage in Serie liegen sie weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Der Rückstand auf den rettenden 4. Rang beträgt vier Punkte. Die letzten fünf Partien in der Auf-/Abstiegsrunde haben deshalb Cupcharakter. Will das Team von Kristina Ertl doch noch den Sprung über den Strich schaffen, sind voraussichtlich fünf Siege aus fünf Partien gefordert. Am Samstag ist ein Heimsieg gegen das Schlusslicht aus Yverdon absolute Pflicht – idealerweise mit möglichst grossem Vorsprung. Die Partie wird um 16 Uhr in der Sporthalle Egelsee angepfiffen.

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