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Pappeln müssen gefällt werden

Kreuzlingen – Fünf Säulenpappeln stellen für Besucher des Seeburgparks ein Sicherheitsrisiko dar und werden Ende März gefällt. 14 Jungbäume wurden bereits im letzten Jahr gepflanzt. Sie wachsen prächtig und sorgen in Gruppen angeordnet für eine attraktive Parkgestaltung und freien Blick auf den Obersee und auf den Grossschifffahrtshafen.

Die erste, dritte, sechste und siebte Pappel von links wurden zur Fällung empfohlen. (Bild: zvg)

Zwischen dem Grossschifffahrtshafen und Aussichtsturm sowie in der Allee zur Seeburg machte Stadtgärtner Daniel Appert auf seinem turnusgemässen Kontrollgang im Sommer fünf kranke Säulenpappeln aus, die nun gefällt werden müssen. «Diese Bäume wachsen sehr schnell und bilden deshalb weiches und für Pilze und Fäulnis anfälliges Holz», erklärt der Fachmann. Die Baumstämme werden hohl und stellen aufgrund der abnehmenden Wandstärke ein erhöhtes Risiko dar. Bereits vor zwei Jahren mussten an gleicher Stelle kranke, morsche und brüchige Säulenpappeln gefällt werden. In den Wintermonaten wurde deshalb durch einen externen Baumfachmann eine sogenannte Resistographmessung durchgeführt, um die Wandstärke des Baumstammes zu bestimmen.

Ausgehöhlter Baumstamm
Der hohle Stamm ist so dünn, dass er bei starkem Wind eine Gefahr für die Parkbesucher darstellt. Dieses Risiko will der zuständige Stadtrat Ernst Zülle nicht eingehen: «Die Sicherheit geht vor», sagt er und weist auf die Ersatzpflanzung hin, die vor einem Jahr vorgenommen wurde. «Die vier Säulenpappeln sind neu in einer Gruppe angeordnet und die Abstände vergrössert; somit tragen sie zur attraktiveren Parkgestaltung und neuen Sicht auf Obersee, Hafenplatz und Grossschifffahrtshafen bei.»

Nicht speziell schützenswert
Jost Rüegg, Kantonsrat der Grünen, sieht kein Problem in der Fällung. «Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kreuzlingen genau prüft, ob Bäume gefällt werden müssen oder nicht», so der Naturschützer, welcher sich unter anderem für den Erhalt der Pappelallee im Tägermoos stark gemacht hat. Diese Baumart sei zwar nicht speziell schützenswert, Konstanz hätte damals jedoch mutwillig eine ganze Allee gerodet. «Im Seeburgpark scheint die teilweise Fällung Sinn zu machen», so Rüegg.

 

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