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Trude – Wer ist denn Trude?

Altnau – Rose Marie Gasser-Rist liest am Palmsonntag, 25. März, 16 Uhr in der katholischen Kirche Altnau aus ihrem Roman «Trude» . Musikalisch wird sie von Matthias Rist begleitet. Anschliessend gibt es die Möglichkeit zu einer Begegnung mit der Autorin und einem Umtrunk im Martinshaus. Die Moderation übernimmt Mathias Loretan.

Rose Marie Gasser stellt ihren ersten Roman «Trude» am Palmsonntag vor. (Bild: zvg)

Die Altnauer Schriftstellerin Rose Marie Gasser Rist stellt ihren ersten Roman vor. Nach einer wahren Geschichte erzählt sie den spannenden Lebensweg von Trude (1908 bis 1998). Er führt von einem estnischen Dorf über Leningrad nach Australien. Trude erleidet die weltgeschichtlichen Ereignisse wie die russische Revolution oder den 2. Weltkrieg. Doch die eher unpolitische Frau lässt sich nicht unterkriegen. Mit listiger Geduld und findigem Humor kämpft sie um Anerkennung und Liebe und packt Gelegenheiten des Glücks. Auf ihre Fehler lässt sie sich nicht festschreiben, sondern lernt daraus. So gewinnt sie an Profil und Weisheit und behauptet sich als Frau in einer Welt, in der sie zu lange übersehen wird.

Die Autorin sieht Trudes Originalität und fasst sie glaubwürdig in eine einfache, aber anschauliche Sprache. Damit bleibt sie nahe an der Seite ihrer Hauptfigur und zeichnet ein bewegtes Porträt, das inspiriert und ermutigt.

Trude, die Hauptfigur, steht für eine Haltung, die gut zum Palmsonntag passt; sie steht für Hinfallen, Aufstehen, Krone richten und Weitergehen. Sie ist wie eine Königin, die auf einem Esel in die Stadt einzieht und kleinen Leuten Hoffnung gibt.

Den ersten Roman veröffentlicht
Rose Marie Gasser Rist wurde 1966 in Schaffhausen geboren und wuchs als jüngstes von fünf Geschwistern auf einem Mehrgenerationenhof auf. Spuren des Weltkriegs, Existenzfragen und festgefahrene Geschlechterrollen prägten ihre Kindheit. Den Erstberuf als Kauffrau wählte sie, weil in ihrem dörflichen Universum nur tote Künstler vorkamen. Eine Reise nach Australien 1988 wurde zum Befreiungsschlag. Das Vorhaben auszuwandern scheiterte zwar, doch es blieben die Sehnsucht nach der Welt, die Neugier, was in und zwischen Menschen geschieht, und die Faszination für Kulturen und Mystik. Sie hat neben ihrer Erziehungsarbeit mehrere Jahre als Kunsttherapeutin und Interkulturelle Mediatorin gearbeitet. Nach zwei Publikationen mit Erzählungen ist «Trude» ihr erster Roman.

 

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